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Sunday, 14. April 2024
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Tagebuch Sommer
2024-01-27 18:30
Noch zu retten?

Wenn man bedenkt, was ich seit gestern weiß, ist da gar nichts mehr zu retten und es ist Hopfen und Malz verloren. Gestern hat S. mir geschrieben, daß M. Gefühle für eine andere Frau hat. Das ist natürlich schon heftig und ich konnte mich mit dieser Info nicht so anfreunden, was M. da aufs Spiel setzt. S. hat gehofft, daß ihre Ehe nicht den Bach runter geht und nun das: am Nachmittag schickte sie mir eine Sprachnachricht, daß M. sich von ihr getrennt hat. Obwohl ich nichts damit zu tun habe, nagt diese Nachricht auch an mir. Am liebsten möchte ich M. schutteln und sie fragen, ob sie noch ganz bei Trost ist. Aber das steht mir nicht zu. Ich kann ihr auch nicht die Pest an den Hals wünschen, es reicht schon, wenn S. das macht. Ich habe S. angeboten, daß sie Bescheid sagen soll, wenn sie was braucht. Mit der Aussage habe ich bestimmt helfen können. Daß S. bis Ende Februar im Homeoffice arbeitet, ist geklärt. Unser Personalchef hat das genehmigt. Daß man das so lösen konnte, ist okay. S. will sich nicht krank schreiben lassen. Ich kann das schon verstehen, aber ich frage mich an der Stelle, ob das wirklich Sinn macht, im Homeoffice zu arbeiten. Sie kann momentan eh keinen klaren Gedanken fassen. Vielleicht braucht sie das auch, um nicht ständig daran denken zu müssen, von jetzt auf gleich abserviert worden zu sein. Man wird sehen, wie man das geregelt kriegt. Zur Not bin ich ja auch noch da, die sich im Büro beide Beine ausreißen muß, um alles auf die Reihe zu kriegen.

Es ist nicht so, daß ich das nicht gerne mache, aber ich weiß nicht, wie lange ich das noch aushalten kann und aushalten werde. Irgendwann stoße auch ich an meine Grenzen und dann geht gar nichts mehr. Das ist mit Sicherheit auch nicht im Sinne des Erfinders. Ich weiß am besten, was es bedeutet, dauerhaft unter Streß zu stehen. Der Schuß kann auch ganz gewaltig nach hinten los gehen. Ich will den Teufel nicht an die Wand malen, aber es passiert nun mal, wenn ich dann so gar nicht zur Ruhe komme. Dann kann ich mir durch die Blume sagen lassen, daß es doch Zeit wird, daß ich doch wieder arbeiten kommen soll. Wie gesagt, das muß alles nicht passieren, aber ganz ausschließen kann ich es auch nicht. C. hat mir gestern zu verstehen gegeben, daß ich doch nicht so viel liegen lassen soll, er bekommt von vielen Stellen die Info, daß die Sachen nicht raus gehen. Was soll ich denn machen? Mit den Fingern schnippen und darauf warten, daß sich die Sachen von selbst auf den Weg machen? Das habe ich natürlich nicht gesagt, das wäre vermutlich mein Todesurteil gewesen. Was ich machen kann, wird gemacht und was ich nicht schaffe, muß eben warten. Ich habe auch nur einen Kopf und zwei Hände. Es ist schon schlimm genug, daß ich zig Sachen anfangen muß und keines davon richtig fertig machen kann. So was ist doch nicht normal. Wenn man so was will, sollte man einen Roboter einstellen. Ich werde nicht noch mehr in die Tasten hauen, nur damit die Herrschaften zufrieden sind. Am Ende dankt einem das doch niemand. Traurig, aber wahr. Gut möglich, daß sich die Gemüter bis Montag beruhigt haben. Wenn nicht, soll mir das egal sein. Tatsache.

Kommentare

02:44 29.01.2024
Traurig, solche Entwicklungen. Andererseits ... halt 2x neues Glück ... und 1x Leid
Good luck!
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2024-01-27 18:30