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Tagebuch tcergotouch
2003-11-20 00:51
Virtuelle Realitäten
Seit ich mir das Ja-Wort gegeben habe ist nun einige Zeit vergangen. Entweder haben WIR uns aneinander gewöhnt oder es ist wie alles im Leben einfach schon zur Gewohnheit geworden: Es ist schwer, im Thema zu bleiben und mich immerzu von den alten Mustern zu trennen. Oft verfalle ich wieder in die Sehnsucht nach DER Partnerin.

Doch mehr und mehr kann ich mich auch selber dann wieder annehmen. Seit ich dies zum ersten Mal getan habe, sind tolle Sachen passiert. Die vielen Heiligen (Frauen), die es in meinem täglichen Leben gab, sie sind alle verschwunden. Wenn ich mich früher oft nicht traute, jemanden anzusprechen, weil ich nicht das rechte Wort auf den Lippen hatte, bzw. weil ich Angst hatte, mich zu blamieren, ist diese Angst jetzt futsch. Ich will ja eh nichts weiter ausser Spaß haben und so kann ich jede/n frei ansprechen. Interessanterweise ergeben sich für mich seither mehr neue persönliche wie auch geschäftliche Kontakte.

"Hilf Dir selbst, sonst hilft Dir keiner" stand mal auf irgendeinem Buch. Jetzt scheint es sich zu bewahrheiten. Ich helfe mir selbst und schon helfen mir die anderen. Jetzt ist dies aber nicht mehr so wichtig, weil meine eigene Hilfe die bessere ist. Ich merke, wie ich mir selber gut tue. Und ich habe mehr Erfolg damit, weil ich weniger Neins bekomme, da ich es ja selbst bin, der für mich sorgt.

Wenn jedoch die alten Muster wieder nach oben kommen, dann hänge ich genauso wie sonst tief unten in der Luke und sehe kaum Land. Einig beim Ausstieg merke ich, dass es leichter und schenller geht wieder ins Positive zu gelangen.

Auch stelle ich in den letzten Tagen fest, daß ich mir selbst mehr wert bin. Ich spüre es regelrecht am ganzen Körper, daß ich was darstelle, ohen dass ich jetzt wirklich anders aussehe. Aber meine Bewegungen sind anders und auch mein Wortschatz ist etwas anders geworden. Aber nur ganz ganz wenig. Ich bemerkte es letztens einfach nur

Vor ein paar Tagen war ich in einer Bar. Eine Frau lächelte mich an und ich natürlich sofort zurück. Um sie anzusprechen machte ich es wie mein 4jähriger Sohn es mir gezeigt hatte. Ich ging auf sie zu und fragte ganz spontan: "Wie heißt Du?" Mehr nicht, das war wie Zucker für mich. Mein Sohn hat damit immer die besten Erfolge an die Namen seiner Mitmenschen zu kommen. Mir gelang es ebenso! Ich bekam nicht nur ihren Namen, sondern auch einen netten Plauderabend mit ihr. Früher hätte ich mir alle möglichen Texte überlegt, welchen sinnbringeneden ersten Satz ich sagen könnte und wäre vor Scham eher im Boden versunken. Jetzt gibt's eh nix zu verlieren, weil der Platz neben mir ja schon besetzt ist (von mir!)

Eigentlich ist das alles ja eine riesengroße Vormache, da stimme ich ja sicher zu. Doch andererseits hat das auch eine Menge Folgen. Ich tue danach. Ich kümmere mich um mich selbst. Ich verwirkliche Träume, die sich in mir befinden und bringe mein Inneres so ins Aussen. Erst innen dann aussen, ist meine Devise. 'Da jeder Gedanke das Bestreben hat, sich zu verwirklichen', ist die virtuelle Realität als eine Vorstufe der Realität anzusehen.

So kommt nun meine nächste Aufgabe, die Kontrolle meiner Gedanken. Wenn Emil Coués Satz wirklich gilt (s.o.), ist es wohl ratsam, seine Gedanken genau zu strukturieren, bzw. die Gedanken zu verstärken, welche in eine bestimmte Richting zielen sollen. Ich bin in der Überlegung, alles aufzuschreiben und mir dieses morgens immer wieder als Gedankenstütze vorzulesen, damit ich nicht täglich andere Gedanken zu meiner Zukunft habe, sondern alles mal ein wenig in eine Gerade gerät. Durch das Aufschreiben kann ich auch feststellen, was so meine Gedanken sind und wie sie sich von Tag zu Tag verändern.

Wäre doch interessant, mal mit zu kriegen, wieso ich meine Ziele bisher immer so gut verfehlt habe, oder?

Beim Schreiben hier stelle ich fest, daß meine Gedanken, dies vorher alles zurecht zu denken, viel aufwendiger waren, als ich es hier auftragen kann. Was hier steht ist nur ein Stückwerk, eine Kuchenstück vom Ganzen. Leider krieg ich es noch nicht besser hin. Vielleicht aber schon bald.

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