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Sunday, 09. December 2018
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Tagebuch Sommer
2018-12-06 20:20
Krisenstimmung

Ich weiß nicht, ob es daran liegt, daß Weihnachten immer näher rückt oder mir das schlechte Wetter die Laune verdirbt. Ich könnte nur noch schlafen. Heute war es ganz besonders schlimm. Hätte ich im Zug nicht rechtzeitig meinen Sitzplatz verlassen, wäre ich in Aachen ausgestiegen. Ich könte das noch verstehen, wenn ich jeden Abend spät zu Bett gehen würde, aber das nicht nicht an dem. Es passiert so oft, daß ich im Sessel einschlafe, bevor ich schlafen gehe. Was das angeht, kann ich mich nicht über zu wenig Schlaf beklagen. Es muß daran liegen, daß ich die ganze Woche immer lang unterwegs bin. Und wenn man so wie gestern länger im Büro bleibt, wie einem lieb ist, bleibt die Müdigkeit nicht aus. Was tut man nicht alles, um von den blöden Minusstunden zu kommen. Die Aktion muß ja für irgendwas gut sein. Dafür bin ich heute pünktlich gegangen. Deswegen fühle ich mich auch nicht fitter, im Gegeneteil. Ich habe echt damit zu kämpfen, nicht am Rechner einzuschlafen. Wenn ich mich mit meinen Gedanken beeile, kann ich mich noch um die Augenpflege kümmern. Danach geht es mir zwar nicht wirklich besser, aber ein Versuch ist es wert. Die Palette, die gestern vertauscht wurde, hat der Spediteur heute zurück gebracht. Im Gegensatz dazu hat der Fahrer die Palette bekommen, die er gestern hätte kriegen sollen. Somit ist das Problem aus der Welt geschafft. Ich will ja niemanden was unterstellen, aber ich gehe davon aus, daß irgemdwann wieder so was passiert. Wenn das so ist, breche ich ins Essen. Dann können sich andere darum kümmern. C. legt so großen Wert auf Service, doch das ist nur für uns im Büro interessant. Entweder halten wir uns alle daran oder es macht jeder, was er will. Es soll schon laufen.

Doch genau da liegt der Hund begraben, denn es läuft scheinbar nicht so, wie man sich das vorstellt und wie man das gerne hätte. Daß der Vertrieb von der KBS heute das Sales Meeting hatte, hat A. mir so oft erzählt, daß es mir schon an den Ohren raus kam. Ich weiß bis heute nicht, um was es dabei geht, aber wie soll ich auch was verstehen, wenn A. auf dem Weg zu Bahn fünf Meter vor rennt und ich nichts von dem verstehe, was sie mir sagen will. Ich muß das auch nicht wissen, weil mich das nicht interessiert. Aber ich höre mir das an, ob ich das nun will oder nicht. Auf jeden Fall ruft mich L. an und fragt, ob ich die Handynummer von A. habe. Sie hat ihr schon eine Mail geschrieben, aber sie bekam die Antwort, daß A. nicht da ist. Eigentlich wollte ich mich nicht in dieses Thema einklinken, weil das so gar nicht meine Baustelle ist, aber ich bin ja nicht so. Ich habe A. eine WhatsApp geschrieben und habe sie gebeten, daß sie Frau L. anrufen soll und ihr das Essen für 43 Leute durch gibt. Ich gucke ja nicht alle paar Minuten auf mein Smartphone und habe vorsichtshalber angrufen. A. hat die Nachricht gelesen und mußte mir erzählen, daß man im Bus sitzt und sich das Essen aussucht. Was übrigens nicht so einfach ist, wenn der Bus schaukelt. Das interessiert mich nicht. Ich lese auch im Bus, aber das ist ganz bestimmt keine Speisekarte. A. mußte mir noch erzählen, daß die Führung im Museum in Bochum schon angefangen hat. Ist das für mich wichtig? Ist es nicht, aber wenn es A. damit besser geht, soll das so sein. Warum habe ich mich auf diese Aktion nur eingelassen? Wenn ich das wüßte. So was mache ich auch nie wieder. Dann sollen die Leute doch sehen, wo sie bleiben. Es ist mir egal, ob die Leute Hunger haben oder nicht.

Kommentare

00:04 07.12.2018
Daumendrück für bessere Munterkeit
Good luck!
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2018-12-06 20:20