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Tagebuch PetraM
2021-04-11 20:49
Sa. 10. April 2021
Nochmals einen Eintrag für den Samstag, damit ich hier im richtigen Rhythmus bleibe. 


Bezüglich des Geburtstages bei meiner Schwägerin. Im Großen und Ganzen verstehen wir uns ja gut, sind aber trotzdem "Zwei Welten". 


In einer Beziehung würde man sagen, dass man sich "auseinander entwickelt hat". 


Aber es ist halt Familie.


Als wir uns kennengelernt haben (1988) war ich ja 18 Jahre alt, mein Freund war 21. Seine Schwester war 30 Jahre, ihr Mann 33 Jahre. 


Damals waren wir so ziemlich auf einer Wellenlänge. Viele gleiche Interessen. Wir sahen uns damals des Öfteren, haben auch mehrmals schöne Samstag-Abende mit Fernsehen und Video-Filme zusammen verbracht. 


Als mein Schwiegervater 2004 gestorben ist, waren wir vier mehrmals zusammen im Urlaub. Jeweils eine Woche in Rheinland-Pfalz in den Weinbergen. Tagsüber gemeinsame Wanderungen, abends lange bei einem Winzer zusammen gesessen (Stundenlang). 


Ja, aber mit der Zeit haben sich unsere Interessen (von jedem Einzelnen) halt verändert. 


Thema Urlaub. Wir beide lieben inzwischen das Meer, fahren seit 2009 nur noch ans Meer. 


Die Beiden mögen gar kein Wasser. Sie lieben nur die Weinberge, fahren weiterhin (seit über 40 Jahren) in jedem Urlaub in das gleiche Dörfchen, kennen dort im Grunde schon jeden Stein. 


Thema Filme gucken wir nur noch unterschiedliche Sachen. Unsere Thriller und Horrorfilme sind denen zu aufregend. Und deren Liebesfilme und Comedy-Filme sind uns zu langweilig. Hin und wieder sehen wir uns auch solche Filme an, aber eher sehr selten. Liebesfilme so gut wie nie (höchstens ein bis zwei mal im Jahr) und gelegentlich mal einen Comedy-Film. 


Thema Musik. Musik aus den 60er und 70er verbindet uns weiterhin. Aber dann haben sich die Wege getrennt. Die Beiden hören viel Klassik. Andre Rieu ist der absolute Lieblingssänger von meinem Schwager.


Bis vor etwa 10 Jahren haben wir auch jedes Silvester zusammen verbracht, hatten damals immer viel Spaß dabei.


Dann kam ein Silvesterabend, an dem zwei Musiksendungen parallel liefen. Auf einem ein ganzer Abend mit Andre Rieu, auf dem anderen deutsche Schlager. Letztendlich lief es so, dass wir immer etwa 45 Minuten Andre Rieu gehört haben und etwa 10 bis 15 Minuten mal ein paar deutsche Schlager. Dann war er schon wieder genervt, hat wieder zu seinem Andre Rieu umgeschaltet. 


An dem Abend haben wir beide beschlossen, Silvester ab sofort alleine zu verbringen. 


Thema Malen. Ich male ja immer noch, mal Mandala und mal Blumenbilder. Mein Schwager hat sich zwischenzeitlich aber auf freies Malen (ohne Vorlage) konzentriert. Jedem das Seine. Er war immer wieder dran, ich solle auch frei Malen. Nach Vorlage wäre es doch viel zu langweilig. Beim freien Malen könne man doch viel kreativer sein.


Nein, ich möchte aber bei meinem Malen nach Vorlage bleiben. Mir kommt es dabei auf die Farben an, einfach ein bisschen Farbe ins Leben, in die Bilder zu bringen. Richtiges freies Malen kann ich eh nicht. Das interessiert mich auch nicht. Ich möchte beim Malen abschalten und mich nur auf die Farben konzentrieren, nicht auf das Motiv an sich. Nein, ich finde es nicht langweilig. 


Darüber gab es eine Diskussion, die auch nicht hätte sein müssen. Jeder ist anders. Ich werde und möchte bei meinem Malen bleiben. 


Früher war die Stimmung immer gut und lustig. Aber jetzt, wo sie in Rente sind (mein Schwager seit 8 Jahren, meine Schwägerin seit 4 Jahren) ist es eher depressiv geworden. 


Hin und wieder ergeben sich weiterhin gute, nette, interessante Gespräche. Ein paar gute Situationen, über die man lachen muss.


Aber im großen und ganzen sind sie sehr viel am Stöhnen. Auch jetzt rund um Corona. Sie gehen nur noch einmal in der Woche raus zum Einkaufen, hängen sonst nur noch zu Hause rum. Hängen nur noch vor dem Fernseher oder dem Computer. 


Sie haben Angst, dass sie wegen Corona im Leben noch viel verpassen werden. Als Rentner hatten sie noch so viel vor. Reisen nach England usw. Ist zur Zeit ja alles offen. 


Die Gespräche drehen sich viel um Krankheiten. Das hat sehr genervt.


Dann die Schwiegermutter, also die Mutter von meinem Schwager (94 Jahre). Sie ist im Kopf wieder ein Kind geworden. Sie lebt im "betreuten Wohnen", in einer eigenen Wohnung. 


Sie ist nur noch am Stöhnen, alles ist so schrecklich. Sie ruft ständig, Tag und Nacht ihren Sohn (also meinen Schwager) an, wegen vielen Kleinigkeiten. Einfach, weil es ihr alleine in der Wohnung langweilig ist.


Es ist ja betreutes Wohnen, aber wegen Corona wird nichts mehr zusammen gemacht. Jeder Bewohner hängt alleine in seiner Wohnung rum.


Sie kann, auch mit Hörgerät, sehr schlecht hören (ist falsch eingestellt, aber sie ist halt mürrisch, lässt es nicht richtig einstellen, verstellt es immer wieder von sich aus). Fernsehen oder Radio ist so nur schlecht möglich. 


Ja, sie ist, wie ein Kind. Wenn sie ihren Willen nicht bekommt, fängt sie laut an zu schreien, oder mit der Faust auf den Tisch zu schlagen. Immer und immer wieder. So starke Nerven hat mein Schwager nicht. Er ist mit den Nerven ziemlich am Ende. Er macht dann alles, was seine Mutter haben will. 


Von diesen Storys konnten wir uns am Samstag so einige anhören. Das "kleine Kind", der Trotzkopf setzt immer wieder seinen Willen durch.


Zwischendurch haben wir das Gespräch auch auf Thema Blumen (Balkon) gelenkt, sind aber immer wieder bei Corona und der Mutter gelandet. 


Ja, nach 4 Stunden war ich dann wirklich so genervt, hatte absolut keinen Bock mehr, war dann wirklich froh, als wir endlich wieder zu Hause waren. 


Wir haben schon gesagt bekommen, wenn wirt dort wieder mit der Schwiegermutter zusammen treffen (am Samstag war sie nicht dabei, aber beim nächsten Geburtstag oder zu Weihnachten wird sie wieder dabei sein), was wir dann sagen oder fragen dürfen. Bei "falschen" Fragen fängt sie sofort laut an zu stöhnen und der Tag ist gelaufen. Bloß nichts rund um die Gesundheit fragen, dann ist es vorbei. Nur schöne Sachen fragen, was sie lecker gegessen hat usw. 


Ehrlich gesagt, jedes Wort auf die Goldwaage legen.... Darauf freue ich mich schon überhaupt nicht. 


Ehrlich, dann bin ich lieber hier zu Hause. Also natürlich nicht alleine, aber zusammen mit meinem Freund. Wir sind halt voll und ganz auf einer Wellenlänge. Wir müssen nie ein Wort auf die Goldwaage legen. 


Ja, früher waren die Treffen mit der Familie echt schön, aber jetzt rund um Corona und die Schwiegermutter, abgesehen von den unterschiedlichen Interessen, sind dieTreffen halt sehr langweilig geworden. Ich habe keine Lust mehr dazu. Aber es muss hin und wieder ja sein. 


Mein Freund weiß das, kennt meine Einstellung dazu. Er hat am Samstag Abend schon gesagt, dass wir es jetzt erst mal geschafft haben. Ein paar Monate Pause haben. Im Juli hat mein Schwager Geburtstag, dann müssen wir wieder da hin. Aber bis dahin sind es ja noch ein paar Tage.


Am Samstag Abend habe ich noch meinen Sport durchgezogen. Nachdem wir dort über 4 Stunden gesessen haben, hat das, die Bewegung, dann so richtig gut getan.


Zuerst das Fahrradfahren, 14 Kilometer in 24:35 Minuten. Das war meine 6. Sporteinheit mit Fahrradfahren in diesem Monat, 77 gefahrene Kilometer für den Monat April. Im Jahr 2021 insgesamt 716 Kilometer.


Nach dem Fahrradfahren ein Steppbrett- & Krafttraining über 40 Minuten. 


Steppbrett-Training:


Gerade hoch und runter. Erst mit rechts beginnend hoch und runter, dann mit links beginnen hoch und runter. Dabei mit den 1 kg Hanteln im Wechsel nach vorne boxen. Mit jeder Seite 1 Minute.


Dann im schnellen Wechsel (mit rechts hoch, mit links hoch), unten nur steppen. Dabei mit den 1 kg Hanteln im Wechsel nach vorne boxen. 2 x 1 Minute.


Dann vorne hoch kicken, mit einem Bein - im Wechsel - auf das Steppbrett, das andere Knie vorne hoch Richtung Bauch ziehen, dabei mit den 2 kg Hanteln Bizeps-Curls (1 Minute).


10 Liegestütze auf Knien, Hände auf dem Steppbrett. 


30 Sek. Wandsitz, dabei mit den 1 kg Hanteln im Wechsel nach vorne boxen.


Mit der Hantelstange 12 mal Kreuzheben. 


12 mal mit der Hantelstange Rudern (4 mal vorbeugen und jeweils 3 mal Rudern). 


Mit der 6 kg Kugelhantel 15 mal Kettlebell Swing. 


Auf dem Wackelkissen/Pad:


10 seitliche Kniebeugen. Jede Seite 5 mal. Ein Fuß auf dem Kissen, ein Fuß auf dem Boden. Kniebeuge. Beim Hochkommen Bein/Knie (vom Boden) zum Bauch hochziehen, auf einem Bein auf dem Kissen stehen.


10 Kniebeugen mit der 4 kg Kugelhantel (vor der Brust halten). Beim Hochkommen 5 mal (in Schulterhöhe) nach vorne strecken und 5 mal nach oben strecken. 


Mit den 4 kg Hanteln 10 Bizeps-Curls. 


Gerade vorbeugen, mit den 1 kg Hanteln 10 mal Reverse Butterfly. 


Mit den 2 kg Hanteln 10 mal Seitheben. 


Gerade vorbeugen, 10 mal Trizeps Kickback.


Gerade Stehen, mit den 2 kg Hanteln 10 mal Schulterdrücken (nach oben strecken). 


Auf der Matte:


30 Sek. Plank.


Auf allen Vieren (mit jeder Seite) 10 mal Kickback. 


15  Sit ups (10 mal mit Unterstützung vom Crunch-Kissen, 5 mal ohne Kissen). 


Brücke und Laufen, Füße auf dem Wackelkissen, auf den Fersen. Bein strecken (jedes Bein 5 mal). 


Reverse Plank mit gestreckten Beinen, langsam bis 10 zählen. 


Reverse Plank Bridge mit aufgestellten Beinen. Langsam bis 10 zählen. Dann jedes Bein einmal kurz anheben. 


10 mal Seitstütze. Unteres Bein angewinkelt, oberes Bein strecken. Auf dem Unterarm liegend. 


Flach auf der Seite liegen, beide Beine strecken. Oberes Bein 10 mal gestreckt anheben.


Oberes Bein vorne angewinkelt ablegen, unteres Bein 10 mal gestreckt anheben. 


20 mal Beinheben. 3er Variante. 


5 mal mit hinten aufgestellten Armen (auf den Händen abstützen, Arme etwas anwinkeln). Beine 3/4 gestreckt. Unten kurz mit Fersen auftippen.


5 mal Arme hinten auf Unterarmen abstützen. Beine gestreckt, unten nicht ablegen. 


Und 10 mal flach liegend, mit gestreckten Beinen hoch und runter.


Bicycle. Flach liegen, Beine im rechten Winkel anheben. 10 mal im Wechsel flach über dem Boden strecken. 


Gestreckte Beine flach über dem Boden, 20 mal Flutter kicks (jedes Bein 10 mal oben).


Im Stehen 10 mal mit den Füßen Wippen (Fersen hoch, dann Zehe hochziehen).


Etwa 5 Minuten Dehnen. Insbesondere für die Beine, Oberschenkel, Hüfte und Fersen. Des Weiteren mit dem Katzenbuckel, Übungen für die Schultern, dem Nacken usw.

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