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Tagebuch Doc12
2010-11-26 08:44
Der weinende Clown - 125
Er nahm sich fest vor, wieder glücklich zu werden – obwohl ihm nicht so richtig klar war, wo und wie er eigentlich damit beginnen sollte. Sein Leben war momentan ähnlich einem wirren Wollknäuel, dessen Anfang nicht zu finden war – zumindest schien es ihm im Augenblick so. Zu viel war in letzter Zeit auf ihn eingestürmt, hatte sein Leben in ungewollte Bahnen gelenkt und ihn aus seiner vermeintlichen Bequemlichkeit geworfen, sein Kokon, in den er sich lange eingesponnen hatte, war rissig und spröde geworden ...


„Sag mal, was kann ich tun, um glücklich zu werden?“, wollte er wissen.
„Dazu musst du dich ändern“, kam die Antwort.
„Weiß ich. Aber wenn das so einfach wäre! Wo fange ich da an?“
„Du hast in der Vergangenheit die Schuld für all deine Misserfolge und für dein Pech bei den andern gesucht anstatt bei dir selbst. Ändere es! Suche die Ursachen bei dir selbst.“
„Du hast mir meine Frage nicht beantwortet. Wo fange ich da an? Ich meine, jetzt, in meiner momentanen Situation“, bohrte Bruno nach.
„Beseitige zunächst deine negativen Denkgewohnheiten. Denke nicht an Schwäche oder Misserfolg, mein Sohn, denn was immer du denkst und als real annimmst, tritt in dein Leben. Aber das habe ich dir schon in anderer Form einmal gesagt. Manchmal habe ich das Gefühl, ich rede bei dir an eine Wand. Ich habe dir oft genug gesagt, dass alles, was ist, geistgeboren ist – so also auch deine Lebensumstände.
Und ich wiederhole: Jeder einzelne Gedanke, der sich mit deinen Wünschen, Hoffnungen, mit deinem Leben oder deinem Beruf beschäftigt, ist eine formende Kraft, die unmittelbar auf dein Schicksal einwirkt – insbesondere dann, wenn dieser Gedanke gefühlsbetont ist. Also musst du lernen, deine Gedanken und Gefühle zu beherrschen und sie zum Positiven hin wirken zu lassen, dann geht alles wie von selbst ...“

„Lieber Gott, du sagst das so einfach ...“
„Es ist einfach. Es ist nur eine Sache der Gewohnheit, lieber Freund.“
„Aber wenn man sich in der Welt umsieht, dann fällt es ziemlich schwer, positiv zu denken“, antwortete Bruno und schüttelte resigniert den Kopf.
„Wer hat dir gesagt, dass das Leben einfach sein soll? Ich war’s ganz sicher nicht. Erinnere dich: Ihr Menschen habt hier eine Aufgabe zu erfüllen. Wie auch immer: Mache es dir zur Gewohnheit, von früh bis spät positiv zu denken – und nicht nur das, sondern dich auch so zu verhalten. Damit baust du um dich herum ein Kraftfeld auf, das Gleiches anzieht. Ist doch ganz einfach, Mensch!“

„Wenn man dich so reden hört, könnte man es fast glauben ...“
„Es ist egal, ob du es glaubst oder nicht – es funktioniert jedenfalls – und hat schon immer funktioniert, weil es ein unumstößliches geistiges Gesetz ist“, antwortete Gott und lachte.
„Na gut, dass es geistige Gesetze gibt, ist mir klar. Aber ich hinterfrage die Dinge. Ich will wissen, weshalb sie funktionieren.“
„Gut. Ich versuche es dir zu erklären – so einfach wie möglich, damit es in dein kleines Gehirn geht, lieber Bruno: Das Leben, das du hast und das dich beseelt, ist nicht etwa deiner Willkür unterworfen, wie du in all den vergangenen Jahren immer geglaubt hast, sondern es ist eine Kraft, die stets weiß, was für dich gut ist und was nicht. Nicht du musst dich um sie kümmern, sondern sie kümmert sich um dich, weil sie viel eher als dein kleines Ich erkennt, was Sache ist. Diese Kraft ist weitaus mächtiger als dein Bewusstsein, auf das du und die Menschen so übermäßig viel Wert legen. Ihr habt den Begriff ,Selbstbewusstsein’ geschaffen, ihr wollt immer möglichst selbstbewusst auftreten, doch euer Bewusstsein ist bestenfalls der Wächter am Tor – nicht viel mehr. Und viele Dinge könnt ihr mit eurem vordergründigen Verstand nicht erfassen, den ihr übrigens maßlos überschätzt! Denn die wirkliche Macht in dir – in euch – ist die Macht des Unterbewusstseins, das den unmittelbaren Zugang zur Schöpfermacht hat – also zu mir. Nur wenige machen sich dies bewusst und schon König Salomon sagte, dass der Mensch so sei, wie er im Herzen denke. Damit meinte er aber, dass der Mensch so ist, wie er im Unterbewussten denkt, denn darin ist sein Gefühlsleben und auch sein Charakter verankert. Man kann es auch als innere Stimme bezeichnen – doch die wenigsten folgen ihr und sind dann sehr erstaunt, wenn sie mit der Welt uneins sind und Nöte, Sorgen und Mangel haben. Du hast mir einmal gesagt, du würdest die Bibel kennen, nicht wahr?“

„Stimmt. Habe ich gesagt und dem ist auch so. Auch wenn ich nicht alles ernst nehmen kann, was drin steht.“
„Musst du auch nicht. Aber eines kannst du mir durchaus glauben: Die Worte ,Das Reich Gottes ist in dir’ sind die reine Wahrheit ... und das heißt im Klartext: Übergib deiner inneren Macht die Führung und auch deine Sorgen und Probleme, denn sie hat für alles eine Lösung parat. Und weiß du, warum das so ist?“
„Nicht so richtig ...“
„Diese innere Macht bin ich.“
„Irgendwie habe ich es immer gewusst“, meinte Bruno und grinste.

„Du hast aber dein Wissen nur sehr selten in die Praxis umgesetzt, mein Lieber. Aber so seid ihr Menschen nun einmal – immer Hilfe von außen erwartend, auf fremden Beistand hoffend, anstatt nach innen zu blicken, in dem Wissen, dass alle Dinge von den eigenen Gedanken ausgehen. Viele Menschen haben zwar einen Glauben, sie glauben an mich – doch was Glaube wirklich bedeutet, davon
haben sehr viele keinen blassen Schimmer. Auch du nicht, lieber Bruno, obwohl du einmal versucht hast, Sarah zu erklären, was Glaube ist. Du bist lediglich ein Theoretiker.“
„Na ja – besser Theoretiker als gar keine Ahnung“, brummte Bruno.
„Das Sprichwort ,“Wissen ist Macht’ allein hilft nicht. Es müsste heißen: ,Angewandtes Wissen ist Macht.’
„Jetzt, wo ich so darüber nachdenke: Stimmt eigentlich. Wenn ich so auf mein Leben zurückblicke, kann ich sagen, dass ich all das, was ich je gewollt oder gewünscht habe, auch bekam – vielleicht in etwas anderer Form und nicht ganz so, wie ich es mir vorgestellt habe – vieles, wovor ich Angst hatte, ist eingetreten und all das, was ich abgelehnt habe, ist aus meinem Leben verschwunden.“

Kommentare


unbekannt
06:09 29.11.2010
Warum denke ich gerade an "The Secret"?

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08:47 26.11.2010
Unglaublich, aber kurz vor Schluss wird es nochmal schlimmer.
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2010-11-26 08:44