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Wednesday, 19. February 2020
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Tagebuch MissTesa
2019-11-24 09:32
Sonntag ...

Es ist Sonntag. Ich habe bescheiden geschlafen. Habe aber gestern abend auch die Baldrian vergessen. Und wirr geträumt, kann aber nicht mehr genau sagen was.

Freitag konnten wir alles erledigen. Waren erst beim Bestatter die Urkunden abholen. Dann nach Bochum zum Amtsgericht. Erstmal gesucht, dann den Eingang gesucht. Dann hat man da Schleusen und daneben in Kabinen sitzen Justizbeamte. Jacke aus, Tasche in eine Kiste, Uhr ab. "Tragen sie Gürtel? Der muss auch ab ..". Das ich mich nicht nackig machen war alles. Hochsicherheitstrakt. Dann suchen wo man hin muss. Anschließend Marke ziehen und warten. Ähnlich war das vor 4 Jahren bei Papa ja auch, nur in Gelsenkirchen. Das Gericht in Gelsenkirchen ist nicht so neu und daher sehr altbacken. Man kennt das ja aus dem Fernsehen wenn da ein Testament eröffnet wird. Das ist eher die Ausnahme so. Wir bekommen das zugeschickt. Ohne großes Federlesen. Wenn wir dann einen Erbschein brauchen müssen wir wieder dahin. Man verlässt das Gebäude auch durch eine Schleuse.

Von da aus sind wir dann zur Sparkasse. Mussten ziemlich weit weg parken weil nichts frei war und haben uns dann auf den Parkplatz vor meinem alten Kindergarten, dem Friedhof und dem EIngang zum Schrebergarten hingestellt. Da ist auch Mamas Hausärztin. Als wir dann wieder kamen sind wir einmal auf den Friedhof, meine Großeltern liegen dort. Ich musste suchen. Ich war so lange nicht mehr dort das ich Opas Grab nicht auf Anhieb fand. Als wir zum Auto zurück kamen sind wir dann noch kurz in die Schrebergartenanlage und haben geguckt was aus dem Garten meiner Eltern wurde. Ein sehr trauriger Anblick. Die Johannisbeersträucher auf dem Grünstreifen vorm Garten sind weg, der große Kirschbaum auch und überhaupt ist der ganze Garten total verwildert. Der Eingangsbereich der Laube wurde verändert und der Zugang zum Bad wurde zu gemacht. Der war von Aussen und ich vermute das man innen einen Eingang geschaffen hat. Durch die Scheibe, auch da wurde das hübsche Gitter vorm Fenster weggemacht, sah man, das es im inneren der Laube auch sehr chaotisch war. Ich glaube nicht das dort im Sommer jemand auf Terasse saß. Auch der Erdhügel mit den kleinen Tannen, der praktisch Garten und Gemüsebeet trennte und als Sichtschutz auf die Terasse diente ist weg. Freier Einblick. Waren natürlich nicht drin, haben nur vom Zaun geschaut. Ein Trauiger Anblick. Ich hätte auch gerne einen Schrebergarten, aber die Zeit ist da immer das Problem. In einer Ordentlichen Anlage muss der Garten immer tipptopp sein, dann muss Gemeinschaftsarbeit geleistet werden. Da muss man erstmal die Zeit für haben wenn beide berufstätig sind. Beim Raus gehen aus der Anlage habe ich einen Blick in den Aushangkasten geworfen. Putzplan fürs Vereinsheim (jede Woche jemand anderes, kenne das noch :D). Einige Namen kamen mir bekannt vor. Was man wenig gesehen hat waren Kindersachen. Ich habe tatsächlich nur einen Garten gesehen in dem ein Trampolin aufgebaut war. Das war früher anders. Aber ich vermute, das sich die Generationen einfach verlagert haben. Die "jungen" Leute von damals wo ich Kind war und die selber Kinder in meinem Alter hatten, sind heute älter und vermutlich Großeltern. Wenn nicht jeden Tag ein junges Kind da ist, lohnen sich solche Dinge nicht. Schade eigentlich. Aber die Jungen Leute heutzutage haben meist wenig Zeit für sowas. Schade eigentlich.

Kommentare

03:23 25.11.2019
Wenn Du ein (eindeutiges) Testament hast, brauchst Du in aller Regel doch keinen kostenpflichtigen Erbschein. Ist eigentlich nur zwingend nötig, wenn Immobilien vererbt werden.
Und den Kleingarten evtl. doch übernehmen, falls möglich? "Tiptop" heißt ja nicht, den 1. Kleingartenpreis anzustreben
Good luck!
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