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Thursday, 02. April 2020
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Tagebuch MissTesa
2019-11-21 10:40
Abschiede .. Ich hasse sie ..

Und bin froh daher heute nicht im Büro zu sein. Gleich zwei Kolleginnen haben heute ihren letzten. Zwei weitere, darunter Anni, folgen nächste Woche, aber da bin ich ja auch nicht da. Die nächste Woche wird spannend. Ich habe gestern mit dem Betriebsrat telefoniert und habe mich auf die "Nachrückliste" setzen lassen. Das heißt er fragt in der Personalabteilung an, ob ich nicht trotz der Sperrliste einen Aufhebungsvertrag bekomme. Die Meldefrist ist Morgen, die Angebote sollen bis 26.11. raus gehen, er meldet sich wenn er was hört. Ich bin ja erst ab Freitag nächste Woche wieder im Büro.

Im Pflegeheim haben wir uns gestern dann auch verabschiedet. Mamas Zimmer ist jetzt leer. Ein Komisches Gefühl, zu wissen, das wir künftig an den Wochenenden nicht mehr hinfahren werden. Sicherlich habe ich auch manchmal gemeckert, weil die Woche schon voll war und der Tag am Wochenende einfach zum entspannen fehlte. Weil Mama auch oft was hatte, mache mal hier, gucke mal da. Aber sie konnte ja auch nicht mehr. Die Heimleiterin sagte dann zu uns, es sei aber doch eigentlich alles richtig gut gelaufen, Mama war klar bei Verstand, sie musste nicht noch dahin vegetieren, immobil mit irgendwelchen Schläuchen, Magensonden etc. im Bett liegen und warten. Und sie war nicht verwirrt, sie konnte jeden Tag genießen und sich klar äussern was sie hatte. Die Sozialarbeiterin hatte uns dann noch einen Umschlag mit Fotos rein gelegt. Das fand ich sehr nett. Ja, was sagt man dann wenn man dann geht? DIe meisten haben uns alles Gute gewünscht. Die Endabrechnung bekommen wir Anfang Dezember und die Post wird weitergeleitet. Mit Ausnahme der Werbekataloge natürlich. Wir wartne ja noch auf Rechnungen vom Krankenhaus.

Ja, Krankenhaus, da waren wir danach dann noch um Mamas persönlichen Dinge abzuholen. Der Pfleger der Freitag Abend da war (es war auch der der Mama dann morgens im Bett fand) war auch da. Wir haben noch lange gesprochen. Ja, Diagnose kann da niemand geben, daher die Vorgehensweise der Kripo normal (achja, der Anruf das die Freigabe da ist kam als wir uns von der Heimleitung verabschiedeten). Er schaute auch nochmal in die Akte und sagte mir dann das eigentlich alle Blutwerte erhöht waren. Er vermutet, aber das sei nur eine Vermutung, ein Multiorganversagen. Da eben alle Werte hoch waren, Leber, Niere, Entzündungswerte. Er hat keine Werte genannt, das dürfte er nicht. Das ist auch ok. Er war selber halt auch erschrocken. Abends noch mit Mama gequatscht, dann kurzer Schichtwechsel und als er morgens dann in der Erwartung und dem Wissen vom Varabend rein sei, war sie bereits eingeschlafen. Es war auch da für viele nicht verständlich. Um 5 Uhr sei noch seine Kollegin drin gewesen und habe was zu trinken angereicht. Mama hätte sich noch entschuldigt weil sie nicht klingeln konnte. Aber hätte sie Schmerzen gehabt, oder wäre irgendwas nicht in Ordnung gewesen, dann hätte sie was gesagt und sie hätte sich durch rufen etc. auch bemerkbar gemacht.

Es ist etwas tröstlich. In dieser dunklen Zeit.

Kommentare

02:33 22.11.2019
Wirklich tröstlich, wenn der Abschied für sie so leicht war
Good luck!
Soll der Kommentar wirklich gelöscht werden?
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2019-11-21 10:40