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Tagebuch Sommer
2025-02-24 18:50
Tod im Dutzend
Anders kann man es nicht beschreiben, wenn man sich das Personal in unserer Abteilung ansieht. S. schrieb um kurz nach 5.00 Uhr, daß sie sich für heute krank melden muß. wenn es ihr morgen nicht besser geht, geht sie zum Arzt. Daß T. deswegen im Strahl kotzt, war mir klar. Aber was soll ich denn machen? Hätte ich S. an den Ohren ins Büro zerren sollen? Das sind Fragen, auf die ich gar keine Antwort habe. Das muß ich auch nicht, im Gegenteil. Es ist doch auch so gegangen, mein Gott. Man kann sich aber auch anstellen. Außerdem hat T. vor sich hin gegrummelt, daß er doch gar nicht eine Sendung für Dessau anmelden muß, ich mache doch Vertretung fürs Inland. Wenn er die Scheine auch annimmt, wenn M. ihn selbige in die Hand drückt, ist das doch echt nicht mein Problem. Dennoch hat sich T. darum gekümmert, auch wenn ihm das nicht ganz gepaßt hat. Davon ist er jetzt nicht gestorben. S. und T. sollten heute auch wieder da sein. T. war auch tatsächlich da, aber er ist früher gegangen, weil es ihm noch nicht gut ging. Für den Rest der Woche ist er krank geschrieben, aber das war ja zu erwarten. S. war nicht da, er fehlt in dieser Woche. Ich glaube nicht daran, daß er noch mal arbeiten kommt. Wenn ich ehrlich bin, ist mir das auch egal. Tut mir leid, wenn ich das sagen muß, aber das entspricht nun mal der Tatsache. Was das Essen am 08.03. angeht, werden wir auf R. verzichten. Sie hat mir heute per Sprachnachricht ihre Gründe mitgeteilt. Das war so viel, daß ich das gar nicht mehr zusammen kriege. Der Tenor war, daß sie überlegt, die Chatgruppe zu verlassen. Es gab Dinge, die sie nicht so gut fand. Ich kann das auch alles verstehen und ich akzeptiere ihre Meinung, aber mir will nicht in den Kopf, warum sie im letzten Jahr so ein Faß aufgemacht hat, weil ich die Gruppe verlassen habe. Ich hätte eine andere Reaktion erwartet, aber sie wurde richtig ausfallend. Wir haben das gekllärt und wir haben einen Weg gefunden, vernünftig miteinander umzugehen. Das hört sich doch gut an, oder nicht? Das geht sogar so weit, daß wir uns irgendwann mal auf einen Kaffee treffen wollen. Auch das klingt nach einem guten Plan. Ich muß nur zusehen, daß sich die ganzen Termine nicht überschneiden, aber das sollte kein Problem sein. Man kann ja miteinander reden. Es wird halt nur komisch, wenn die anderen nicht wissen sollen, mit wem ich mich so treffe. Das erinnert dann echt an den Kindergarten. Gut möglich, daß sich gewisse Personen zurück entwickeln. Und dann hatte ich noch ein Telefongespräch der besonderen Art. Ich kann neuerdings auf meinem Handy sehen, wer bei uns angerufen hat. Das geht aber nur, wenn man nicht ans Telefon geht. Das war dann heute der Fall. denn mein Vater war beim Arzt. Es wurde keine Nachricht hinterlassen, aber ich habe zurück gerufen. Das war das Krankenhaus, in dem mein Onkel liegt. Was mein Onkel hat, konnte man mir nicht sagen, man hat sich auf den Datenschutz berufen. Mein Vater wurde als Angehöriger genannt, aber vermutlich nur, weil meinem Onkel entfallen war, daß er noch eine Tochter hat. Man wollte von meinem Vater wissen, wer meinen Onkel versorgt, wenn er wieder zu Hause ist. Dazu können wir leider keine Angaben machen, da müssen sich die Herrschaften an meine Cousine wenden. Sie ist da mehr im Thema wie wir. Ich habe der Dame die Telefonnummer von meiner Cousine gegeben und das war es dann. Das hoffe ich zumindestens, denn wir haben echt selbst genug um die Ohren. Weder mein Vater noch ich haben Kapazitäten frei, um uns noch um meinen Onkel zu kümmern. Kommentare
03:18 25.02.2025
Ist doch klar, dass sich die Tochter kümmern muss - und sei es ein Platz im Senioren- oder Pflegeheim Und R., ein Schwätzchen im Cafe ist doch ok So viele Kranke ... meine Liebste und ich sind Rentner und waren die letzten Jahre (zum Glück) noch nie so krank, dass eine Arbeitsabsage begründet hätte (von notwendigen Krankenhausaufenthalten abgesehen )Good luck!
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Sommer Offline51 Jahre, DE mehr... 2025-02-24 18:50 |
(von notwendigen Krankenhausaufenthalten abgesehen
)