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Thursday, 02. December 2021
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Tagebuch PetraM
2021-11-23 02:41
Mo. 22. Nov. 2021

Ich bin froh, dass es mir jetzt wieder besser geht. Langsam aber sicher geht es steil bergauf.


Noch etwas verschnupft, aber von Tag zu Tag wird es besser.


Heute Morgen habe ich zunächst mit meinem Chef telefoniert. Ich finde es gut, dass er so nett, menschlich und verständnisvoll ist. 


Wir dürfen 2 Tage ohne AU (Krankenschein) krank sein. Das hat er mir eingeräumt. Also heute und morgen. An diesen beiden Tagen schone ich mich noch mal so richtig. Also einschließlich viel Trinken, Rotlicht-Lampe usw. Den Körper, trotz Corona, wieder fit zu bekommen. 


Ab Mittwoch mache ich dann Home-Office, die Telefonzentrale. Mal sehen, welche Aufgaben (über den PC) ich von hier aus noch übernehmen kann.


Ich habe schon weitere Aufgaben im Kopf (Akten), die ich von hier aus nicht steuern/bearbeiten kann. 


Da will ich dann mal fragen, wie ich darauf reagieren soll. Nach dem Motto, wie weit ist die Bearbeitung? Tut mir leid, ich bin zur Zeit zu Hause in Quarantäne, kann Ihnen zur Zeit nicht weiter helfen....


Äh nee, das sieht natürlich ganz doof aus (obwohl es ja die Wahrheit wäre). Nein, da muss ich mal fragen, wie ich dann reagieren soll.


Aber das wird sich dann hoffentlich etwas einspielen. Ist ja nur für eine Woche. Dann darf ich endlich wieder raus. 


Heute war vom Gesundheitsamt noch keine Kontrolle. Aber jeder Quarantäne-Fall soll (in den 2 Wochen) wohl 2 mal kontrolliert werden. Keine Ahnung, wann das sein wird. Das kann jederzeit sein. Sowohl per Telefon, als auch persönlich an der Tür.


Dann muss ich natürlich "springen" bzw. reagieren. Das geht dann auch trotz Telefonzentrale vor. Vielleicht kommen sie sogar am Wochenende vorbei. 


Heute Mittag ging unser Telefon. Zuerst spontan sagte mir der Name nichts, aber dann hat es Klick gemacht.


Mein neuer Arzt. Bei dem ich am Freitag den Test gemacht habe. 


Ich sage mal so, das ist in der Praxis vom Ablauf her etwas schief gelaufen. Nicht was mich betrifft, sondern die Organisation. 


Er meinte direkt, schön, dass ich Sie zu Hause antreffe. Er hat gerade die Post, die Ergebnisse vom Labor sortiert, hielt mein positives Ergebnis in der Hand. Er wusste nicht, ob ich darüber schon Bescheid wusste. Er dachte schon, ich wüsste von nichts, würde jetzt fröhlich durch die Gegen laufen.


Warum dieser Test durchgeführt worden ist, wer den Test in Auftrag gegeben hat. 


Der wurde aufgrund meines Anrufes, wegen 2 positiver Schnelltests durchgeführt. 


Wer hat den Test bei Ihnen durchgeführt? Ihre Mitarbeiterin, also eine Arzthelferin. 


Sie wurden für Donnerstag und Freitag krankgeschrieben. Warum? Weil ich so erkältet war bzw. bin. Deswegen ja auch die Schnelltests bzw. der PCR-Test. 


Wenn nur die Mitarbeiterin bei Ihnen unten auf dem Parkplatz war, hat Sie also kein Arzt persönlich gesehen? Äh, nein. 


OK, er hat meine Stimme am Telefon gehört und hat auch sofort gesagt, dass der Krankenschein an sich in Ordnung war. Auch der PCR-Test an sich (nach dem positiven Schnelltest) war völlig richtig und in Ordnung.


Aber dass alles nur über seine Mitarbeiterin gelaufen ist..... OK, er müsse intern was bezüglich des Ablaufes, der Organisation klären. 


Ich sagte direkt dabei, dass ich aufgrund des positiven Ergebnisses nicht hoch in die Praxis kommen sollte. Er sagte sofort, dass das richtig ist. Aber dann hätte seine Kollegin (die Ärztin), wie bei einem Hausbesuch, mal eben runter gehen müssen, hätte nicht nur die Arzthelferin runter schicken dürfen. 


OK, mir war dieses Gespräch im Ganzen sehr unangenehm. Aber ich fand es gut, dass der Arzt hier angerufen hat. 


Aber hätte ich von der Arzthelferin nicht diesen Barcode bekommen, dann wäre ich heute womöglich Arbeiten gegangen. Hätte Mittags erst von ihm von dem positiven PCR-Test erfahren. 


Aber durch den positiven Schnelltest wäre ich ja eh zu Hause geblieben. Ich hätte dann wahrscheinlich nur länger (bis heute Mittag) vor dem Ergebnis gezittert, was denn nun ist.


Ich nehme weiterhin meine Medizin, nehme an, dass es mir auch damit immer besser geht. Die Cefaimmun Stix. Dieses Pulver für die Abwehrkräfte, das ich schon im August dort (von der Ärztin) bekommen habe. Das scheint mir wieder gut zu helfen. 


Ja, ich bin wirklich froh, dass ich am Mittwoch den 7. Sinn hatte und den Computer, das Laptop mit nach Hause genommen habe. 


Das habe ich sozusagen von meiner Mutter "geerbt". Es gab im Leben mehrere Situationen, über die andere wahrscheinlich Lachen würden, es alles als Zufall abtun würden. Aber meine Mutter war wirklich so. Seit ihrer Kindheit (das hatte meine Oma mir früher erzählt). Sie "wusste" manche Sachen schon vorher, hatte für manche Sachen ein ganz feines Gespür. Manche Reaktionen konnte sie selber nie erklären, aber es war immer gut auf sie zu hören. 


So extrem wie sie bin ich zwar nicht, aber am Mittwoch war es trotzdem der 7. Sinn. OK, ich hatte etwas Bauchschmerzen und etwas Durchfall. Ich wollte nachmittags eigentlich noch eine Sache fertig machen (Formular-Versand), entschied mich dann aber spontan, etwas früher Schluss zu machen, damit ich den Computer mit nach Hause nehmen kann. Alles abbauen (also auch Kopfhörer mitnehmen) usw. 


Als mein Freund mich am Bahnhof abgeholt hat, den schweren Rucksack nahm, da meinte er zu mir, was soll der Blödsinn, warum schleppst du den Computer während der Woche mit nach Hause? Du hast jetzt Feierabend, es ist kein Sturm angesagt. Dann musst du ihn morgen früh wieder mit zur Arbeit schleppen....


Er hat auch schon zu mir gesagt, dass er es nicht verstehen kann, dass ich den 7. Sinn hatte, aber dass dieser Zufall wirklich sehr gut war. 


Bezüglich meiner Mutter. Zu Kriegszeiten (sie war Jahrgang 1945) hatte sie ein "Gespür" dafür, ob jemand noch lebt oder im Krieg gefallen ist. Mein Vater hat darüber immer gelacht, aber ihre Eltern haben ihr immer vertraut. Meine Oma hat mir mehrmals bestätigt, dass es immer zugetroffen hat. Meine Mutter bekam ein Foto in die Hand (von einem aus der Familie, der im Krieg war) und sie konnte (auf verschiedene Art und Weise) sagen, ob derjenige noch lebt oder im Krieg gefallen ist. 


Für meinen Vater war das alles Zufall. Aber meine Oma hat mir immer gesagt, dass es immer zugetroffen hat. Alle Nachbarn kamen dann mit Fotos an und die Aussage meiner Mutter hat immer gestimmt. 


Dann in meiner Kindheit, die Sache mit dem kaputten Auto. Beide Großeltern lebten nur wenige Meter voneinander entfernt (eine Straße weiter). Die Eltern meiner Mutter mochte ich sehr, dort habe ich ja mehrere Monate gelebt, als meine Mutter schwerkrank war (Krankenhaus, OP, Intensivstation und anschließende Reha). 


Aber die Eltern von meinem Vater mochte ich nie. Dort fühlte ich mich immer total unwohl. 


Zuerst fuhren wir immer zu den Eltern von meiner Mutter. Oft bekam ich dort auch kleine Geschenke wie Malbücher, Kassetten (Hörspiele) usw. 


Dann fuhren wir zu den Eltern von meinem Vater. Da wollte ich nicht rein, habe nur gequengelt. Zu 3/4 durfte ich im Auto sitzen bleiben und spielen, also Lesen oder die Kassetten hören.


An einem Tag war ich müde, wollte mal wieder nicht mit reingehen. Mein Vater sagte, dass es in Ordnung ist. Viel Spaß mit dem neuen Malbuch.


Aber meine Mutter war am Drängeln. Doch, du gehst mit rein. Ich wollte nicht, fing an zu weinen. Sie schrie mich an, dass ich endlich aussteigen soll. Mein Vater war auch schon am meckern, was mit ihr los wäre. 


Nun gut, dann gingen wir halt zu dritt in die Wohnung. Ich war am knöttern, hatte absolut keine Lust.


Nur wenige Minuten später (vielleicht so 2 bis 3 Minuten, höchstens), gab es draußen einen riesigen Knall. Wir sind sofort zur Tür gerannt.


Das Auto war total Schaden. Ein junger Mann hatte ein neues Autoradio. Er fuhr die Straße mit seinem Kumpel entlang. Sie drehten an den Knöpfen des Radios, dabei verdrehte er das Lenkrad (was er nicht gemerkt hat). Er fuhr direkt in unser Auto. Schob es zusammen. Da, wo ich 5 Minuten zuvor noch gesessen hatte, da lag jetzt der Kofferraum. Zur Hälfte zusammen geschoben. 


Und meine Mutter war nur dran, ich wusste es, ich wusste es.... 


Sie konnte nie erklären, weshalb sie an dem Tag darauf bestanden hat, dass ich sofort aussteigen sollte. Aber sie wusste es, hat es irgendwie gespürt, dass was passieren würde, dass ich da sofort rauskommen müsse. 


Ja, auch wieder im Grunde nur ein Zufall, ganz klar. Aber von diesen "Zufällen" gibt es im Laufe der Jahre zig Beispiele. 


Ja, irgendwie hatte sie wirklich einen 7. Sinn, ein sehr feines Gespür. 


Heute Abend war die Stimmung hier nicht ganz so gut. Die Arbeit meines Freundes steht (mal wieder) auf der Kippe. Aber jetzt wird es wirklich ernst. Sie arbeiten mit einem anderen Betrieb zusammen, bekommen von dort 3/4 der Aufträge. 


Es ist jetzt amtlich, dass dieses andere Werk verkauft wird. Es ist schon für den Verkauf ausgeschrieben. Heute war dafür schon eine Großdemo, die wahrscheinlich aber nichts bringen wird. 2 große Betriebe (Stahlbereich) werden dicht gemacht. Es ist sehr, sehr unwahrscheinlich, dass sich dafür Käufer finden werden. 


Es war die ganze Zeit die Rede davon, dass sie jetzt in Kürze einen Großauftrag bekommen sollen. And the Winner is.... Brasilien....!!! Dort sind sie viel billiger als hier in Deutschland bzw. hier in Nordrhein-Westfalen. 


Ohne diesen Großauftrag und ohne das Werk, dass jetzt verkauft und geschlossen wird haben sie kaum noch was zu tun. Sie schreiben ja eh schon seit Jahren rote Zahlen. Angeln sich von Mini-Auftrag zu Mini-Auftrag. Es sieht ganz mau aus. 


Mal sehen, wie sich das entwickelt, wie das jetzt weitergeht. Jahr für Jahr (von Auftrag zu Auftrag) geht das große Zittern weiter. Sicherheit (bezüglich einer festen Arbeit) bis zur Rente ist bei ihm absolut nicht in Sicht. Er ist ja jetzt 55 Jahre. Mal sehen, wie das jetzt weitergeht. 

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PetraM Offline

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2021-11-23 02:41