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Tagebuch Sommer
2026-03-12 13:50
Besser, aber noch längst nicht gut
Anders kann ich meinen Zustand momentan nicht beschreiben. Gestern ging es mir so mies, daß ich kurz davor stand, zum Arzt zu gehen. Als dann das Thema Homeoffice zur Sprache kam und die Info, daß A. am Freitag alleine im Büro´ist, sollte mich der Arzt krank schreiben, bekam ich zu hören, daß das doch doof ist, wenn der Kollege alleine ist. So läuft der Hase also: wenn der Kollege alleine im Büro ist, ist das doof, aber wenn ich alleine im Büro bin, dann ist das normal. An der Stelle frage ich mich dann immer, was passiert, wenn ich auf dem Weg in die Firma vom Auto überfahren werde. Dann ist niemand mehr da, der im Büro die Stellung hält, wenn die anderen im Homeoffice sind. Das ist dann aber nicht mehr mein Problem. Es kann doch nicht sein, daß ich mit dem Kopf unter dem Arm in der Firma erscheine, nur damit die Leute zufrieden sind. Doch das Thema ist vom Tisch und alles ist gut. Dafür genieße ich es, daß ich morgen das Büro für mich habe. Morgen arbeiten S. und T. von zu Hause aus und A. hat frei. Dann kann ich es so richtig krachen lassen. Wobei krachen lassen das falsche Wort ist, denn ich bin froh, wenn ich es auch mal ruhig angehen lassen kann. Ich kann mich dann schon mal daran gewöhnen, wenn die PTS nicht mehr zu uns gehört. Ich müßte lügen, wenn ich sage, daß mir das fehlt. Dafür bekommt man dann bestimmt andere Aufgaben aufs Auge gedrückt, da bin ich mir ziemlich sicher. Das wird man dann ja sehen. Aber ich mache mir jetzt noch keine Gedanken drüber. Und sonst? Sonst ist alles immer noch total bescheiden. Bis mein Vater nach Essen ist, dauert es zwar noch ein paar Tage, aber der Tag rückt halt immer näher. Ich möchte nicht sagen, daß ich froh bin, wenn mein Vater im Krankenhaus ist, aber ich bin an dem Punkt angelangt, daß ich dann doch ein wenig zur Ruhe komme, wenn mein Vater nicht da ist. Ich bin es außerdem so leid, die Einkauf zu Fuß erledigen zu müssen. Das ist an sich auch nicht weiter schlimm, wenn ich zwischendurch nicht noch Getränke holen müßte. Das geht echt an die Substanz, wenn man den Kram schleppen muß. Und selbst mit dem Einkaufstrolley ist das ganz schön anstrengend, weil das Teil irgendwie in die Wohnung kommen muß. Ich weiß, daß mein Vater auch nicht glücklich über die aktuelle Situation ist, aber noch mehr kann ich nun wirklich nicht machen. Was das angeht, verstehe ich nicht, warum da nicht jemand kommt, der mal einen Großeinkauf macht. Mir persönlich würde es schon reichen, wenn wir genügend Wasser im Haus haben. Ich kann lieber jeden dritten Tag drei Flaschen Wasser aus der Garage holen als jede Woche 7 Flaschen aus dem Geschäft zu besorgen. Und so eine Hilfe muß ja nicht von Dauer sein. Wenn mein Vater fit ist und er wieder Auto fahren darf, ist doch alles okay. Warum stelle ich mich eigentlich so an? Bis jetzt hat das doch auch ganz gut funktioniert. Ich bin echt begeistert, aber nun gut. Kommentare
04:21 13.03.2026
Getränkekisten kann man sich doch liefern lassen? Und Lebensmittel inzwischen wohl auch. Aber klar, mit Auto und Vater wäre es natürlich wieder perfekt. Daumendrück! Und ja, in der Firma wird natürlich immer jemand gesucht, der "brav" alles macht Aber Du scheinst ja auf einem guten Weg zu sein Lass' es weiter ruhig angehen Good luck!
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Sommer Offline51 Jahre, DE mehr... 2026-03-12 13:50 |
Aber Du scheinst ja auf einem guten Weg zu sein
Lass' es weiter ruhig angehen