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Tagebuch Maggie24
2004-01-15 21:17
Es kommt immer anders als man denkt
Ja so ist das wohl. Ich war gestern bei meinem Prof und durfte mir voll die Abfuhr holen.

Mein Thema wäre nicht so glücklich gewählt. Ein ehemaliger Kommilitone hat im vergangenen Jahr auch so was ähnliches gemacht und ist damit voll gescheitert. Die Diplomarbeit wäre somit also völlig in den Sand gesetzt wurden.

Dann wäre die Firma auch etwas zwielichtig (heißt das so?) Naja halt IT-Leute die sich im Gesundheitswesen versuchen wollen, aber doch nicht so recht den Blassen davon haben.

Ich saß also da wie ein bedröppektes Huhn. Ale meine Illussionen waren vernichtet und ich hätte meine Tränen fast freien Lauf gelassen. Na ja und jetzt????

Mein Prof gab mir den Rat mich an eine seriöse und renommierte Firma zu wenden, zu denen er gute Connections hat. Naja ich also heute morgen eine email dort hingeschrieben, mich auf den Prof berufen und na mal sehen was so zurück kommt.

Ein Manko: Die Firma sitzt in Bayern bei München. Ich sitze im Ruhrgebiet.
Ich bin für mein Praxissemster schon weit weg gegangen und wurde dort dermaßen enttäuscht. Schlechte Betreuung und totale Ausnutzung einer billigen Arbeitskraft, sprich Kopiertätigkeiten.
Seitdem ist mein Flexibilität etwas gedämmt. Ich hab einfach Angst wieder in die Sch.. zu fassen. Schließlich gehe ich wieder fort in eine Stadt, wo ich niemanden kenne, wo ich die Stadt nicht kenne, keine Freunde etc. Sozusagen alles neu. Klar ich habe das jetzt schon oft mitgemacht. Genau gesagt 3mal. Aber Angst habe ich trotzdem.

Ich bin dann aus dem Büro des Profs raus und wäre fast zusammen gebrochen. Was soll ich jetzt machen? Soll ich denn wirklich wenn alles klappt dort runter und naja es spukten mir viele Gedanken im Kopf rum. Nach den Vorlesungen hab ich dann einem Kommilitonen gebeichtet, sozusagen, warum ich so verwirrt bin und so traurig vorallem. Eigentlich wollte ich zu K. fahren. mit ihm reden und vielleicht auch das er mich tröstet. Aber ich habe mich doch dann für den Kommilitonen entschieden. Wir waren Kaffee trinken und er hat mich beruhigt. Er geht jetzt für seine Diplomarbeit in die USA und hat gerade eine neue Freundin in Köln gefunden. Das ist für ihn auch hart und er hat auch ewig kämpfen müssen bis er dass richtige Dipl.-arbeitsthema gefunden hat. immer wieder wurde ihm gesagt, nein das nicht oder das ja aber so nicht und so weiter. Naja nach der halben Stunde war ich jedenfalls erleichtert und er gab mir Mut dies, wenn es denn so klappt, als Chance für MICH zu sehen.

Ich bin ihm sehr dankbar dafür. Während des Kaffeetrinkens hab ich K. versucht anzurufen, es war keiner da, jedenfalls ging keiner ran. Ich bin danach nach Haus und hab mit Andre geredet. Ich bin letztendlich froh gewesen, dass keiner bei K. da war. Vielleicht hätte er sich wieder bestätigt gefühlt. Nein ich wollte mich von ihm distanzieren und das muss ich auch durchziehen. Erst so werden die Gefühle für ihn endgültig verblassen.

Dann hab ich meine Seminararbeit heute wieder bekommen. Zweitbeste Arbeit. 1,3. Ist völlig okay. Meine Dozentin meinte noch zu mir, dass sie mir das nicht zugetraut hätte. Ich würde sie schon immer in den Prüfungen verblüffen. Ja was soll das denn heißen???? Nur weil ich nicht immer den Mund weit aufreiße und labere. Ich bin halt eher unauffällig im Hintergrund und denke über die Sachen nach. Das heißt aber nicht, wenn ich ruhig bin, dass mein Gehirn dann abschaltet. Meist ist ganz das Gegenteil der Fall.

Ich bin vielleicht doch zu kopflastig, dafür aber nicht so dumm wie einige denken. Unauffällig aber überraschend. Die Liebe auf den zweiten Blick??? Vielleicht auch auf den ersten, aber dann verlieben sich die Leute in ein Äußeres. Das was dahinter steckt ist manchmal sehr anstrengend und bestimmt nicht naiv.

Vielleicht habe ich auch einige Männer damit verschreckt. Ich weiß es nicht genau. Aber darüber muss ich mir auch nicht den Kopf zerbrechen. Ich bin halt so.

Trotzdem habe ich Angst. Angst weil ich nicht so schnell irgendwo Freunde finde? Weil ich sehr zurückhaltend bin. Ich weiß nicht wieso es nicht so klappt. Vielleicht weil ich unsicher bin in der Ungebung und mit all den neuen Sachen. Jetzt bin ich seit 3 Jahren in dieser Stadt und habe eigentlich nur 2 richtige Freunde und eine Bekannte sozusagen.

Und die Freunde sind Jungs. Warum das so ist weiß ich nicht. Ich habe halt selten ein Mädel gefunden, dass mir sehr ähnlich ist und mit der ich mich so gut unterhalten kann. Bei H. u. K. ist das so. Ich kann mit ihnen über alles reden. So erfahre ich manchmal wie Männer ticken und sie was Frauen so ausmacht. Es ergänzt sich gut und es ist schön sie als Freunde zu haben. Klar ich habe noch einige Freunde aber die sind in der gesamten Republik verstreut und es ist halt nicht mehr so wie es war als wir in einem Ort gewohnt haben.

Meine beste Freundin ist in Irland. Sie ist dorthin gezogen. Das hat mich sehr getroffen und ich vermisse sie so sehr. Ihre Art mich in den Hinter zu treten, um wieder aufwärts zu blicken. Ihren Humor und ihre eigene Art. Die Blicke die mehr sagen als 1000 Worte und die Abende an denen man Muskelkater im Bauch vom vielen Lachen hatte. Ich weiß sie ist und bleibt meine Freundin, aber die Distanz zerbricht vieles. Claudi ich vermisse dich!!!!

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