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Wednesday, 20. October 2021
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2008-07-22 22:05
Atemnot
Die Welt hat sich tatsächlich weitergedreht, nur ohne Mama. Die Verantwortung für meinen Vater erstickt mich fast. Er ist so egozentrisch und vereinnahmend. Ständig will er irgend etwas und läßt kaum Zeit zum verschnaufen. Es fühlt sich so an, als hätte man mich in ein viel zu enges Korsett gesperrt und ich ersticke fast darin. Wo bleiben meine Brüder, warum erkennen sie ihre Verantwortung nicht und überlassen alles mir??? Ich komm damit nicht dauerhaft klar. Mittlerweile bin ich ja schon fleißig auf der Suche nach einer Hilfskraft für seinen Haushalt, denn ich hab kein Leben mehr. So nicht, denn seines hat die Überhand. Alles leidet, die Beziehung zu meinem Kind und zu meinem Partner. Tagesausflüge sind nicht möglich, da er sich sonst allein fühlt oder umkippt. Ich hoff einfach mal ich zerbrech nicht an dieser Situation. Belastbar bin ich ohne Zweifel, doch langsam fühl ich die Kräfte schwinden.

In Ruhe trauern stand mir leider nicht zu, da ich gleich mit der Pflege meines Vaters beschäftigt war. Nun ist es ja weiß Gott nicht so, dass ich ihn so nahe stehe wie ich es meiner Mutter gegenüber tat, doch ich fühl mich ihnen gegenüber verpflichtet.

Am Wochenende hab ich das Leben meiner Mutter in Kisten gepackt. das bleibt also von einem Menschen übrig. Hochemotional! Ich hatte die ganze Zeit ein schlechtes Gewissen dabei, obwohl mein Kopf mir ja sagte, sie kommt nicht wieder. Ich fand es unverschämt ihr gegenüber.

Nun wart ich auf jeden Fall nur noch auf die Tage des Durchatmens, sehne mich danach wie nach der Sonne im Winter.... Ein guter Freund sagt immer: "Alles wird gut!" Hoffe schwer, dass er recht behält.

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2008-07-22 22:05