|
Tagebücher » Sommer » News, Bilder, Videos - Online
Tagebuch Sommer
2025-01-22 18:45
Notstand
Den habe ich auch tatsächlich, weil ich einfach nur fertig bin. Ich weiß noch nicht mal, wie ich es schaffe, um 4.30 Uhr aufzustehen und in die Firma zu fahren. Würde es nach mir gehen, würde ich für den Rest des Monats nicht mehr arbeiten gehen. Aber da man auch mal Glück haben muß, hatte ich heute einen Brief in der Post mit der Info, daß ich am 27.01. einen Termin zum Brustkrebs-Screening habe. Da muß man hin, wenn man 50 ist. Und da ich ja nun schon seit ein paar Tagen 50 bin, wird die Untersuchung wohl fällig. Von der Uhrzeit kann man auch noch nicht mal was sagen, der Termin ist um 11.35 Uhr. Nicht zu früh, nicht zu spät, genau mitten drin. So komme ich in den Genuß, an einem ganz normalen Wochentag nicht um 4.30 Uhr aufstehen zu müssen. Und ich kann den Nachmittag dazu nutzen, auf der Couch zu liegen und zu schlafen. Das ist momentan genau mein Ding. Ich will mich eigentlich gar nicht beschweren, aber ich komme auch zu der Erkenntnis, daß die letzten Tage für mich recht anstrengend waren. Daß ich meinen Vater im Krankenhaus besucht habe, war für mich einfach selbstverständlich. Es ist aber auch anstrengend, wenn man eine halbe Ewigkeit unterwegs ist und ich vom Abend nicht mehr allzu viel hatte. Doch seit letzter Woche Donnerstag ist alles wieder gut, denn mein Vater ist seit dem Tag zu Hause. Und in den letzten beiden Tagen habe ich mir eh noch Gedanken gemacht, weil es meinem Vater nicht gut ging. Heute geht es ihm besser und er hat auch ein bißchen was gegessen. Dann kann es ja nur bergauf gehen. Somit habe ich eine Sorge weniger. R. hat mir auch eine Sprachnachricht geschickt. Sie wollte wissen, ob ich zufällig weiß, daß mein Onkel wieder zu Hause ist. Der Pflegedienst wäre wohl da gewesen. Ich weiß von nichts und wenn ich ehrlich bin, dann will ich das auch gar nicht wissen. Das mag sich jetzt hart anhören, aber es kann nicht sein, daß wir jetzt durch die Gegend telefonieren, nur damit R. beruhig ist. Wenn R. so neugierig ist, kann sie eine Etage höher gehen und sich selbst davon überzeugen, ob mein Onkel nun zu Hause ist oder nicht. Aber das ist so ein Problem, er bekommt es ja noch nicht mal mit, wenn es bei ihm klingelt. Und wenn es danach geht, kann meine Cousine auch anrufen und was sagen. Ich bin da auch ganz ehrlich: wir haben echt genug mit uns selbst zu tun. Ich weiß nicht, wie es meinem Vater geht, aber ich kriege es einfach nicht aus dem Kopf, daß mein Vater in naher Zukunft nicht doch zur Dialyse muß. Da kann ich und will ich mir einfach keine Gedanken darüber machen, was mit meinem Onkel ist. Das mag egoistisch sein, aber das ist mir im Moment so was von egal. Tut mir leid, wenn ich das so sagen muß, aber das ist so. Ich hatte in der Vergangenheit echt genug damit zu tun, mich um meinen Vater zu kümmern. Was ich auch gern gemacht habe, aber das heißt noch lange nicht, daß ich mir noch mehr ans Bein binde. Das kann niemand von mir verlangen. Ich habe mich noch immer nicht davon erholt, daß die letzten Tage mega anstrengend für mich waren. Es muß auch mal gut sein. Kommentare |
Sommer Offline51 Jahre, DE mehr... 2025-01-22 18:45 |
