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Tagebuch Itsme
2025-06-14 11:01
Sonnenschein und Lebenslust
Gestern war ein schöner Tag. War endlich mal wieder fähig, selber allerhand zu erledigen und habs mit Schwung und Spaß dran auch gemacht. Natürlich wieder etwas übertrieben dabei, aber ich genieß es einfach so sehr, wenn mein Körper mal ein bissl besser mitmacht. Jetzt ist fast alles aussortiert, ausgeräumt und leergemacht, was es für das Aufstellen des neuen Bettes am kommenden Freitag braucht. Dank meiner lieben Nachbarn ist sogar die alte Matratze schon im Keller zwischengelagert, bis der Sperrmüll ansteht. Und auf der neuen Matratze schläft es sich schon mal prima! Mein scheppses Kreuz hat nicht mal groß lamentiert drüber, dass es sich besseren Liegeumständen anpassen muss. Das Ding ist sein Geld wert! Ein bißchen "warte" ich auf PEM, gestern war ich schon drüber und die Hitze kommt ja auch noch dazu. Aber bisher fühle ich mich nach wie vor ungewohnt fit und werde das auch heute noch etwas nutzen, wenn auch im Schongang. Manchmal kommt das PEM erst zwei oder drei Tage später, ist dann immer besonders ärgerlich, weil ich schon nicht mehr damit gerechnet habe. Und ich will die gute Phase derzeit nutzen, um von den Opiaten etwas wegzukommen. Wenigstens runterdosieren, da mal wieder der Nachschub einfach nicht klappen will. Ist jedesmal eine Zitterpartie, ob ich nicht unversehends in einen Entzug muss, weil - die Praxis des verschreibenden Arztes grade mal wieder wegen Personalmangels dicht ist (ist derzeit auch so und kommt mittlerweile alle paar Wochen vor) und die Vertretung eine heillos überlaufene Notfallpraxis mit entsprechend Chaos ist. - die Apotheke das Medikament nicht ranschaffen kann (war schon mehrmals der Fall) Ist mir viel zu viel Nervenkrieg ohne Aussicht auf Ende und Rückkehr zur "Normalität". Ich bin nicht gerne abhängig, egal wovon. Das nervt mich an solchen Medikamenten grundsätzlich, weshalb ich mich da meist recht wehre, die zu nehmen. Vermissen würde ich das Opiat aber schon, es hilft recht gut, grade auch in Combi mit dem Cannabis. Das nehm ich ähnlich "gerne" wie das Opiat. Nur da boomt derzeit der Handel und medizinisches Cannabis wird ausreichend angebaut und war bis jetzt immer ohne Probleme zu bekommen. Und seit es das über ganz normales Rezept gibt, hab ich keinerlei Probleme mehr, mir das zu besorgen. Da sind meine Ärzte immer ganz erstaunt, dass ich sowas so ungern nehme, die meisten anderen Patienten würden was drum geben, wenn sie solche Medis verschrieben bekämen und sich ich nenns mal ab und zu das Leben ein bissl "mehr erleichtern" könnten. Ich komme aber aus grundsätzlich dissoziativem Erleben, irgendwelche Rauschzustände sind mir daher zuwider. Ich hab Jahrzehnte Arbeit daran gebraucht, um überhaupt "erleben" zu können und nicht nur "Zuständen zugucken" für eine Art Erleben zu halten. Das Cannabis hat halt allerhand gute Wirkungen für mich, nicht nur Schmerzbewältigung. Ich hab ohne das Zeug ne deutliche Ataxie und wackle und zittre so vor mich hin. Es hilft sehr gut gegen den Tinnitus und tatsächlich ein bißchen wie ein Antidepressivum. Und mittlerweile kenne ich ja "meine" Dosis, innerhalb derer die Wirkung da ist, ich aber nicht auf einen Trip geschickt werde. Das Opiat ist da nicht so "einfach". Es macht Kopfschmerzen, und ich hab ja schon Migräne, zwei unterschiedliche Formen, neben dem "normalen" Spannungskopfschmerz. Das ist unangenehm und überdies macht es Übelkeit. Nervt auch. Es nimmt eine Sparte der Schmerzen sehr gut, was es mir ermöglicht, beweglicher zu bleiben, weil ich dadurch Übungen machen kann etc. und somit wiederum den Schmerzen an sich entgegenwirken kann. Das ist mir halt die Nebenwirkungen wert. Ideal wäre, ich könnte gehen und den Körper am Stück "reklamieren" und austauschen. Naja, ich habe mich arrangiert. Punkt. Der Rest wird gelebt, so gut es geht und v.a. mit so viel Lebensqualität und Wohlbefinden, wie ich nur rausschlagen kann. Und genau deshalb roll ich jetzt meinen Kleiderschrank ausmisten, dann hab ich "nur noch" die vollgestopfte Abstellkammer und bin ansonsten umzugsreif aussortiert. Und stolz drauf, davon doch noch das Meiste in Eigenregie geschafft zu haben, allen meinen Diagnosen zum Trotz. Heut macht das Leben mal wieder wirklich richtig Spaß! TagsKommentare
02:54 22.06.2025
... aber Scheppern tut's zum Glück (noch) nicht Good luck!
07:38 21.06.2025
Oh, das blöde Fiepen da immer im Ohr! Hast mein volles Mitgefühl! Wobei ich sagen muss, das Fiepen find ich das etwas weniger Schlimme. Viel unangenehmer wirds, wenn das "Scheppern" anfängt. Als ob einer nen Tobsuchtsanfall in ner Großküche hat und mit den ganz großen Töpfen und Pfannen um sich wirft. Man gewöhnt sich echt an so dermaßen viel, wenn man es nicht ändern kann...
02:11 15.06.2025
Tinnitus hätte ich auch zu bieten ... Dir einen schönen Sonntag! Good luck!
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Itsme Offline
Mitglied seit: 29.04.2025DE mehr... 2025-06-14 11:01 |
Das wäre mal ne Erfindung, wenn es sowas gäbe....

... aber Scheppern tut's zum Glück (noch) nicht 
Mitglied seit: 29.04.2025