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Tagebuch Itsme
2025-05-13 13:31
Ein ganz normaler Tag
Heute war ich mal wieder beim Therapeuten, vor Ort in der Praxis und nicht wie sonst meist "nur" per Telefon. Corona sei Dank gibts diese Möglichkeit jetzt wenigstens, sonst müßte ich diese Unterstützung ersatzlos streichen. Zu krank und zu wenig belastbar für ne regelmäßige ambulante Psychotherapie, und mal nicht wegen all der gruseligen Schrecklichkeiten, die ich erlebt hab, sondern wegen ME/CFS als Folge einer Virusinfektion. Da könnte auch der schlimmste Notoriker unter den Ärzten nichts auf "eh psychisch bedingt" schönreden. Heute also mal wieder vor Ort und ja, ist verdammt anstrengend, obwohl ich für Hin- und Rückfahrt einen Fahrdienst nutze und mich nicht der Bahn anvertrauen muss. Es ist aber schon gut, wenn man sich ab und zu mal wieder in persona sieht und begegnet, auch wenn ich gut via Stimme kann. Und es ist jedes Mal so eine Art "Bestandstest" für mich, weil ich nur alle 3 Monate mal hinkomme, wie gut ich diesen Termin schaffe und wie lange ich hinterher brauche an Erholung. Ansonsten konnte ich den Termin aber nicht so gut nutzen. Bin dann halt "gebremst" und bleibe am Oberflächlichen, weil ich immer noch genug "übrighaben" muss an Kraft, danach wieder mit Anstand und ohne Zwischenfälle heimzukommen. Wegen der Traumatisierungen direkt brauch ich die Therapie schon lange nicht mehr. Da hat mir der Mentalizer schon vor vielen Jahren genug beigebracht und mich durchs Schlimmste begleitet, dass ich da alleine zurechtkomme. Jetzt sinds in der Hauptsache die chronischen Depressionen und halt die körperlichen Folgen aus den Misshandlungen von damals, mit denen ich klarkommen muss. Chronische Schmerzkrankheit mit ihren Auswirkungen aufs Alltägliche, wenn man so will. Und, immer wieder aufs Neue, die "lieben" Menschen, die einem mindestens dreinreden, besserwissen, dabei nichts verstehen, weil nicht mal zugehört wird, geschweige denn ernstgenommen etc. Und das sind jetzt "meine Probleme", wegen derer ich zur Therapie gehe. Da könnt ich jedes Mal schmunzeln, wenn mir das klar wird. Solche für mich "Luxusproblemchen" mal haben, weil mir jemand/etwas den Alltag erschwert und mir nervig in die Quere kommt. Wenn ich da an früher denke, an die heiße Verarbeitungsphase, bin ich einfach nur froh und glücklich, ein bissl stolz auf mich und v.a. sehr dankbar, dass ich jetzt nur noch so Pipifatzzeugs als Probeme habe. Es tat trotzdem gut, mich "in Gesellschaft" abzueumeln über die Welt da draußen, meine Begegnungen damit und mich selbst und auch sowas "Undramatisches" einfach "teilen" zu dürfen. Laugt trotzdem aus. Deshalb gibts jetzt erstmal Mittagsschläfchen. TagsKommentare |
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