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Tagebuch Itsme
2025-07-23 15:00
Kaltgestellt
Die letzten 10 Tage waren heftig. Unglaublich anstrengend und kräftefressend, aber : Ich habs hinbekommen! Nur einen einzigen Crash hingelegt und 2x heftige Durchfallschübe, aber "ansonsten" hab ich es einfach geschafft! Jetzt ist alles vorbereitet und erledigt, was mir möglich war vorzubereiten und zu erledigen. Seit Montag sind pünktlich auch die Monteure aufgeschlagen und seither ist hier die Hölle ausgebrochen. Im Treppenhaus berserkern zwei gut gebaute Kerle mit schwerem Gerät den alten Aufzug aus seinem Gehäuse, mit viel Gestank dabei. Draußen vor den Fenstern auf der anderen Hausseite ist gleichzeitig nach wie vor lautes Gewerkel von den Firmen, die die Dachterrassen etc. neu machen. Alles um mich rum, was geblieben ist und nicht kurzfristig die Flucht ergriffen hat ins "Montage-Exil", ist genervt und am dritten Tag schon am Ende der Kräfte angekommen. Da sag ich nur lapidar : Willkommen in meinem Alltag! Euer Lärm, der euch sonst so normal und gar nicht erst als Lärm vorkommt, hört sich schon die ganze Zeit für mich so an wie das, was ihr grade von den Handwerkern erlebt! Ich sitze derweil entspannt in meiner Wohnung fest, kann ja vor dem Getöse nicht wegrollen, und hab vorgesorgt : Hab mir einen guten Baustellen-Kopfhörer mit Blootooth vorab geleistet, stopfe mir unter dem Ding die Ohren mit Oropax aus und bekomme vom Presslufthammer so gut wie gar nichts mehr mit. Was mich zur Weißglut treibt, ist das doofe Weib, das über mir wohnt. Trampel vom Dienst mit dem Zartgefühl einer Drahtbürste und dem leichtfüßigen Gang einer Herde Kühe auf Ecstasy. Kommt ca. 17 Uhr nach Hause - pünktlich zum Feierabend sämtlicher Bauarbeiter - und macht ab da ohne Punkt und Komma Rabatz bis gegen 3 Uhr nachts. Nicht das erste Mal. Der Rest des Hauses kennt das schon. Ganz schlimm wird es , wenn ihr ganzer Clan in der kleinen Wohnung hockt. Ich hab schon versucht, mit dem Baustellen-Kopfhörer auf dem Kopf im Bett zu liegen und zu schlafen, das erlauben mir aber meine Dauerschmerzen nicht und die Migräne auch nicht. Zu meiner Zeit nannte man solch penetranten Leute "Bauerntrampel". Wäre aber in diesem Fall eine schwere Beleidigung und Abwertung für sämtliche Bauern, die ich kenne. (Ich komm vom Dorf, ich kenne viele) Es tröstet, dass ich in so einem Fall nicht die Einzige bin, der das auf die Nerven geht, und niemand was sagt von "überempfindlich" und "Musst du halt ausblenden". Wie denn? Ich bin halt nicht einfach "überempfindlich", ich kann MRT-Bilder liefern als Nachweis dafür, dass alles an "laut" mir schlicht und einfach körperlich zusätzlich Schmerzen bereitet. In Bezug auf Schmerzen kann ich ja viel zu gut ausblenden - siehe dissoziative Grundstruktur. Jeder Fakir würde mich darum beneiden, was mir da von klein auf andressiert wurde. Aber es zieht halt einfach zusätzlich Energie ab, erschöpft die eh schon spärlich mir zur Verfügung stehenden Reserven und kostet mich Lebenszeit. Aber mit "Frau Neandertaler" ist da nicht zu reden. Haben mehrere Leute hier aus dem Haus alles schon versucht, haben alle Register gezogen. Der ihr Fell muss mega-fett sein. Und die Hausverwaltung hält sich wie immer sehr sehr vornehm raus. Das wird die nächsten Wochen eine meiner bisher schwierigeren Herausforderungen : Nicht hier raus können, den Baulärm von zwei Seiten abbekommen und mich dennoch nachts soweit im Griff behalten, dass ich nicht vor Raserei die Treppen einen Stock höher erklimme (Wut macht stark und zum Unmöglichen fähig Naja, mach ich ja doch nicht. Wenn ich jemanden umbringe, sobald ichs nicht mehr aushalte, bin das eh ich selber. Auch ne Lösung. Hab ich mir doch geschworen, dass ich mich keiner Folter mehr aussetze, wenn es in meiner Macht steht.
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Itsme Offline
Mitglied seit: 29.04.2025DE mehr... 2025-07-23 15:00 |

) und ihr mitten in der Nacht mal den Kragen zurechtrichte.

Mitglied seit: 29.04.2025