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2015-12-18 23:48
Sternenkinder 2

Nun war ich das zweite mal im Krankenhaus, als erstes bekam ich eine lösung mit Vitaminen, wahrscheinlich mit allen Vitaminen die mir gefehlt haben. Das erste mal nach wochen SAß ich endlich wieder im Bett, anstatt vor mir her zu wegetieren.
Meine Mutter kam rein und sah mich glücklich an, "Du sitzt!"
Ich freute mich genau so, ENDLICH. Ich hatte für Stunden ruhe, ganz weg war es leider nicht aber deutlich besser.
Mein Freund besuchte mich am nächsten Tag, wieder mit einer nieder geschlagen Miene, denn es ging mir ein wenig schlechter als am Vortag. So sehr habe ich mir gewünscht, dass er diese Worte mal sagt, sie von ihm zu hören. Statt dessen hörte ich wie wieder ich es war die sagte; Wir schaffen das schon, mach dir nicht so viele Gedanken, denn am wichtigsten ist es, dass wir uns nicht mehr so viel streiten und zusammen halten.

Doch es folgte wieder eine Diskussion und mir ging es leider nur schlechter. Er holte mir meinen Rollstuhl her, denn laufen durfte ich nicht mehr. Dann hängte er meinen Nahrungsbeutel über den Haken. Ich wollte so gerne nach draußen, denn Krankenhäuser machen mich generell, sehr nervös. Denn wann passiert da schon mal was guten? Die Geburt... leider habe ich das bei meiner Tochter nicht behaupten können, sie kam zwar wahnsinnig schnell und ich hab alles super ohne Schmerzmittel ertragen. Dann legte man sie auf meinen Bauch und sie war dunkel blau und reglos. So still, wo war das typische weinen, dass man aus filmen kennt, sobald sie auf die Wel kommen? Wo war das reflex artige greifen nach dem Fingern? Nichts, sie lag nur da und machte einfach nichts... angst pure angst durchfloss meinen Körper.
"Warum ist sie so blau?" fragte ich die Hebamme.
Doch die antwortete mir nicht richtig, dann kam endlich der Kinderarzt. Der sah sie sich an und mein MAgen zog sich zusammen, denn er tat auch nichts. Bis die Hebamme meinte; Testen sie doch mal die Sauerstoffsättigung."
Damals wusste ich noch nicht, dass der wert, da es ein Prozentwert ist zwiechen 98 und 100 sein muss... 27! 27 Prozent, mir stiegen die Tränen in die Augen, weil ich nciht wusste was los war.
"Holen sie den Brutkasten? Meistens kommt es dann gleich noch, dass sie sich fangen."
Da lag sie dann, in einer riesen Windel auf dem Bauch im Brutkasten, so ruhig nichts geschah. Nichts veränderte sich. Stunde um Stunde... warum tut er nichts?
Nach drei vergeblichen Stunden des wartens, auf besserung kam endlich der arzt wieder.
"Also wir verlegen sie jetzt nach Lipp oder lieber Bethel?" Fragend sah er mich an.
"Was? Warum, ja dann Lipp."
"Der Krankenwagen kommt sofort."
ich konnte mich noch von ihr verabschieden und dann wurde sie rausgeschoben. Mein Freund ging mit denen mit, nach 20 Minuten kam er mit tränen in den Augen wieder und ich fragte ob ich sie noch sehen kann.
"Die ist voll verkabelt und im Brutkasten, besser wenn du das nicht siehst."
Bis Heute bereue ich, dass ich sie nicht gesehen hab. Das ich zugelassen habe mich von ihm bevormunden zu lassen.
Dann wollte ich umbedingt, auch in das andere Krankenhaus fahren, also stand ich auf und ging zum Auto, 4 Stundne nach der Geburt. Alles ist egal, wenn es deinem Kind schlecht geht, dass wurde mir in den ersten Minuten als Mutter serviert und ich habe es nie vergessen.
Die Zeit verging viel zu langsam, die Autofahrt war viel zu lang, die Anmeldung im anderen Krankenhaus völlig unwichtig. Nur wichtig war: ICH WILL MEIN KIND SEHEN.
Endlich da stand ich, musste klingeln um zu meiner Tochter zu können, durch die Schleuse, desinfizieren und zu ihr.
Schock! Da lag sie, immer noch regungslos, einen Schlauch durch die Nase und eine Maske auf, die ihr ganzen, so winzieges und zärbrechliches Gesicht, nichts von der süßen kleinen Nase zu sehen, der kleine Schmollmund, den man selbst auf den Ultraschallbild schon sehen konnte. Es piept!!! Warum piept es, dass war das erste mal das ich diesen Apparat verflucht habe, denn ich sehe einfach nicht weg, ich kann es nicht. Wie der Wert immer wieder schwankt, dann wieder ein aussetzer. Jedes mal blieb mir der Atem stehen... Es ist meine Tochter und ich kann sie nicht mal auf den Arm nehmen, nicht einmal anfassen. Ich will dich so gerne streicheln, trösten, doch ich kann nur hier sitzen und zusehen wie der Wert mal besser wird und gleich wieder sinkt. Alles im Leben ist plötzlich unwichtig, nur der kleine Körper, der Apparat, der Piept und piept und piept... Eigentlich wollte ich nicht gehen und trotzdem musste ich... am 2. Tag durfte ich sie wenigstens für 10 Minuten streicheln. Am 3. Tag durfte ich eine halbe Stunde mit ihr kuscheln und am 9. Tag durfte ich meiner Tochter das erste mal die Flasche geben, gespannt ob sie Nuckelt ob ich alles richtig mache. Plötzlich rollten mir dicke Tränen die Wange runter... endlich habe ich dich im Arm und darf mich um dich kümmern. Nie wieder werde ich zulassen das dir jemand weh tut und nie wieder werde ich dich im Stich lassen...

Falsch gedacht, obwohl es im Krankenhaus bei meiner zweiten Schwangerschaft endlich bergauf ging und ich das Wochenende sogar nach Hause durfte, drängte mich mein Freund so sehr, weil ich mich immer noch hin legen musste und es am Sonntag dann leider wieder sehr schlecht wurde, dieser Druck, ich kann nur jeden Raten, bitte so schwer die Situation auch ist, seht das positive und unterstütz eure Lieben muntert sie auf, anstatt sie immer und immer wieder zu drängen, ja du kannst es doch Probieren, warum liegst du denn jetzt schon wieder im Bett?
Legt euch dazu und sagt nichts, wenn ihr nicht aufmuntern könnt... doch mein Freund konnte weder das eine noch das andere. ER machte Druck, also ging es am Abend doch wieder ins Krankenhaus.
Da ich mich wieder im 20 Minuten tackt übergab. Und ER? Na ja er, war zu tode gernervt, dass ich wieder im Krankenhaus war. Da mein Körper noch so geschwächt war, baute ich innerhalb von 12 Stunden so ab, dass die ganzen Fortschritte vom letzten Jahr zu nichte waren und dann das... "Ich bin jetzt mit Mia im Krankenhaus die hat eine Lungenentzündung."
Kurz darauf, bekam ich ein Foto geschickt, von meiner Tochter im Krankenhaus, mit Atembrille und Butterfly im Kopf. Flashback, und ich bin nicht da...

Kommentare

19:52 22.12.2015
Wie schrecklich, allein beim lesen bekomme ich Gänsehaut.
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16:12 19.12.2015
Der Titel lässt leider anderes vermuten.
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unbekannt
11:27 19.12.2015
Mhm. Du musst das zweite Kind sehr gewollt haben, dass du deine Familie und dein Leben so sehr aufs Spiel gesetzt hast. Du hast allen ganz schön viel zugemutet, um es zu bekommen. Ich hoffe es ist gut ausgegangen.

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2015-12-18 23:48