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Tuesday, 24. May 2022
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2017-11-20 07:14
Hurra, das Baby ist da

Bereits seit 5 Wochen und alles ist irgendwie anders, als ich gedacht hätte. Monatelang hatten wir Zeit uns darauf vorzubereiten, richteten liebevoll das Zimmer ein, schrieben Listen von Dingen die wir brauchen würden, gingen regelmäßig zu Arztterminen und machten halbe Luftsprünge als wir erfuhren, das es wie gewünscht ein Junge werden würde. Und dann? Dann fühlt es sich am Ende irgendwie doch so an, als hätte einem mal eben Irgendwer von heut auf morgen dieses kleine Wesen in die Hände gedrückt, uns geschenkt und gemeint "Hier, jetzt macht mal!"

Die Geburt war nicht schön, es gab viele Komplikationen, unfreundliches Personal bis hin zu grünen Fruchtwasser und eine verhunzte PDA die mitten im OP-Saal beim Kaiserschnitt aufhörte zu wirken. Kurz nachdem man mir meinen Sohn flüchtig über das Tuch hielt und ich zu meinem Freund glücklich sagte "Jetzt bist du Papa!" setzen die Schmerzen ein und ich wurde unter Vollnarkose gesetzt. Als ich aufwachte war der Spuk natürlich noch nicht vorbei, denn als ich nach meinem Kind fragte und ob es ihm gut ginge, wurde mir gesagt er liege auf der Baby-Station. Herzbruch meinerseits, aber zum Glück war es nicht schlimmes. Ein bisschen Fieber und die Atmung war nicht ganz okay, was bei einem Kaiserschnitt wohl normal sei. Das schlimmste war für mich, das ich ihn erst am nächsten Tag sehen und im Arm halten konnte. Mein Freund war zwar bei ihm auf der Neo und hat mir Bilder mitgebracht, aber es tat weh ihn nicht bei mir haben zu können. Die Bilder von ihm, wie er da verkabelt lag, machten es nicht wirklich besser, aber das ist ja zum Glück überstanden.

 

Am nächsten Tag war ich direkt bei ihm und später am Tag haben wir ihn mit aufs Familienzimmer bekommen. Ich hatte große Angst, dass die Bindung unter dem Kaiserschnitt und der "Zwangstrennung" leidet, aber auch das war nicht so. Vom ersten Moment an als ich ihn im Arm hielt, wenn auch verspätet, liebte ich dieses kleine Wesen so sehr. Dann direkt das nächste Problem, ich konnte nicht stillen. Leider hat sich das auch jetzt 5 Wochen später nicht eingepegelt. Auch hier hatte ich wieder Angst das die Bindung dadurch darunter leidet, aber auch dem ist nicht so. Immer wieder werden Frauen die nicht stillen möchten/können so verteufelt und bei dieversen Plattformen wie Facebook zerissen. Wahrscheinlich habe ich mir die Angst wegen der Bindung genau bei solchen Beiträgen eingefangen.

Mittlerweile weiß ich, dass das totaler Quatsch ist. Zumindest für mich. Für mich hat rückblickend gesehen meine Bindung viel früher angefangen, nämlich in der Schwangerschaft. Zugegeben, es war nicht geplant, zumal wir noch nicht so lang zusammen waren, aber in dem Moment, in dem wir uns für unseren Punkt auf dem Ultraschall, unser Mohnkorn entschieden haben, war die Liebe da. Die Bindung wurde mit jeden Ultraschall, Herzschlag und Tritt fester. 
Und wie geagt ist die Bindung super. Er schläft lieber auf meinem Arm oder auf mir liegend anstatt im Bett oder bei Papa und allgemein habe ich nicht das Gefühl, irgendwas sei anders. Wenn ich ihm die Flasche gebe, haben wir genauso unsere innigen Momente. Noch dazu freut sich der Papa auch drüber, wenn er ihm die Flasche geben kann und somit diese paar innigen Momente mit ihm teilen kann.

 

Nur allerdings ist nicht alles so toll und einfach, wie es mit der Bindung war. 
Um nicht den Rahmen zu sprengen, werde ich dies lieber in einem neuen Beitrag schreiben, um es evtl einfacher zu machen, falls es doch ein paar Leser geben sollte. ;)

Kommentare

15:05 25.11.2017
Willkommen hier bei uns auf tagtt! Und Glückwunsch zu eurem Mini
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2017-11-20 07:14