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2008-10-26 23:55
Herbst-Winterdepression
Es hatte am Freitag schon schlecht begonnen, die Beerdigung von Zürigrossmueti war an diesem Tag. Noch während wir am Grab waren, es berührte mich nicht. Doch in der Kirche - und ich kann bis jetzt nur mit Mühe darüber schreiben, denn es tat mir im Herzen weh, spielten sie das Guggerziitli. Ein Lied das ich mit Zürigrossmueti verband. Und nach der Kirche im Auto wurde ich von Weinkrämpfen geschüttelt. Vielleicht musste dies so sein, ich weiss es nicht.
Das anschliessende Essen war mir zu fröhlich, einige waren eher bei einem Geburtstag zu sein, als bei einem Traueranlass. Ich war froh, als ich nach vier Uhr endlich gehen durfte. Die Sonne schien seltsam an diesem Tag und ich war todmüde. Trotzdem musste ich arbeiten gehen, hatte schlechte Laune und war angetrunken. Natürlich hatte ich dort auch nur Scheiss und mein Mitarbeiter geht mir langsam aber sicher auf den Wecker.
Am Abend dann noch mit Marc trinken gegangen. Samstag irgendwie was gemacht und am Abend Party von Bärtschi. Heute irgendwie nichts gemacht, dafür mich geärgert, das meine Verwandten solange geblieben sind. Dafür gemütlicher Restsonntag mit Mauri verbracht.
Doch wie steht es um mich? Es geht mir nicht gut, bin dauermüde, habe oft schlechte Laune und Sorgen. Sorgen wegen dem Geld, das ich für zuvieles sinnlos ausgebe, Sorgen wegen meiner Gesundheit, die immer auf der Kippe ist. Es ist kalt geworden draussen, die Tage werden dunkler. Meine Haare werden immer weniger, trotz allem was ich dagegen unternehme. Ich bin sexuell unbefriedigt, trotzdem dass ich mich die ganze Zeit befriedige. Ich bin zu fett, trotz dem Sport den ich mache. Ich lerne zu wenig, saufe zuviel und denke selber zuviel über mich nach. Klar, man sieht es mir wohl kaum an, aber innerlich habe ich eine grosse Leere, die sich nur mit Sorgen füllt. Auf was soll ich mich freuen? Keine Ahnung, Ferien im nächsten Sommer mit Sabi werden wohl eh nichts, immer mehr Kollegen haben eine lange Beziehung. Ich habe Angst, mein Zug fährt langsam ab...und ich bleibe stehen. Ich vermisse Sabi, aber sie mich nicht. Ich vermisse den Flo, den ich einmal kannte, obwohl es eine Illusion ist, dass früher alles besser war. Aber es gab eine Zeit, da war ich einfach glücklich und voll Liebe. Geblieben ist ein 26nzig Jähriger, gezeichneter Flo, der mit sich und der Welt nicht zufrieden ist und nicht weiss wie er sich ändern soll, solange er nicht über seinen eigenen Schatten springt.

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2008-10-26 23:55