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Wednesday, 10. August 2022
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 1944-11-12 hh:mm
Der Soldat und die Natur
All das Tiefgründige im Wesen des Soldaten von heute kommt durch eine Naturbetrachtung, die nur ihm eigen ist, anzustellen. Er sieht das großartigste Werden im Wandel der Gestalten üppiger Natur. Die tausendfachen, kleinlichen und lächerlichen Zufälle, welche aber doch mehr sind als solche, - beginnt er so ernst zu nehmen, dass er sie in seine Gedankenwelt übernimmt. Als Wesen in der Natur ist er aber dazu bestimmt aus diesen tatsächlichen Zufällen sich keinen blinden Glauben zu bilden. Oft macht die Angst den Soldaten so abergläubisch, dass einstmalige scherzhafte Angst ihm heute eigen ist. Er sieht das Sterben und betrachtet dabei sich, er schaut in die Natur, die heute über ihn trauert und morgen ein buntes Festkleid anlegt. Und weil er all dieses in dem begrenzten Wechsel seiner kurzen Erdanwesenheit nicht kann, beginnt er sich selbst zu verachten, selbst unsicher zu werden und fällt seinem Schicksal förmlich in den Rachen. In diesem einzigen Falle ist die Natur der Mörder seiner Gläubiger. Was dem Soldaten über diese Betrachtung hinweghilft, ist alleine die Arbeit. Immer mehr hört man diese Stimme, ich bin unsicher und schwach.

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