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2026-01-13 11:30
Der Etappenhause hat das Wort
Das mit dem Etappenhasen ist gar nicht mal so schlecht, denn ich schreibe wirklich gerade in Etappen. Aber was will ich machen, wenn ich gerade kaum Zeit habe. Meinem Vater geht es deutlich besser als am Wochenende. Ich konnte mich gestern normal mit ihm unterhalten und er war auch nicht mehr so verwirrt. Ab und zu kam das noch mal durch, aber das war längst nicht mehr so schlimm wie am Wochenende. Er hat auch gestern schon ein wenig im Stuhl gesessen. Es war auch eine Ernährungsassistentin da. Mein Vater bekam einen Joghurt zu essen und sie hat sein Eßverhalten beobachtet. Das scheint gut geklappt zu haben. Und es war auch jemand von der Gymnastik da. Es geht scheinbar aufwärts. Der künstliche Ausgang bleibt nicht für immer, er wird in einem halben Jahr wieder zurück gelegt. Das sind doch echt gute Neuigkeiten. Er bleibt auch bis Mitte / Ende der Woche auf der Intensivstation. Ich will mich an der Stelle nicht zu früh freuen, aber ich denke, daß mein Vater nicht mehr allzu lange im Krankenhaus liegen muß. Die Wunde muß erstmal richtig verheilen und die Werte müssen auch stabil sein. Außerdem muß er ja auch zu Kräften kommen. Der Rest kommt dann von selbst. Hoffentlich. Irgendwie habe ich mir den Start ins neue Jahr anders vorgestellt. Man fängt das neue Jahr so an, wie man das alte Jahr beendet hat. Aber es kommt ja immer irgendwie anders, von daher ist der Zustand vielleicht doch normal. Ich bin mir noch nicht mal sicher, wie das in der Firma weiter geht. Das Freiwilligenprogramm geht noch bis zum 15.01., vielleicht gibt es doch keine betriebstbedingten Kündigungen. Obwohl ich die Hoffnung schon aufgegeben habe, da bin ich ganz ehrlich. Ich weiß noch nicht mal, ob ich sauer wäre, wenn es mich treffen würde. Man kann es doch eh nicht ändern, von daher ist alles gut. Ich habe momentan ganz andere Prioritäten. Zu diesen Prioritäten gehört mit Sicherheit nicht, meinen Vater davon zu überzeugen, auf Dauer das Auto stehen zu lassen. S. kam gestern mit diesem Satz um die Ecke. Ich weiß, daß sich mein Vater das Autofahren nicht von mir verbieten läßt. Er hat ja auch recht damit. Er ist schließlich alt genug um zu wissen, was er macht. Also wird er mit Sicherheit mal die Einsicht haben, wann es besser ist, das Auto für immer stehen zu lassen. Nur mal angenommen, wir können in diesem Jahr in den Urlaub fahren. Ob wir an den Bodensee fahren oder gänzlich woanders hin, ist erstmal egal. Womit sollen wir denn fahren? Natürlich mit dem Zug. Kann man machen, muß man aber nicht. Man will ja auch Ausflüge machen und etwas von der Umgebung sehen und ohne Auto ist das etwas doof. Sicher, man kann laufen, aber wenn mein Vater irgendwann mal fußlahm ist, müßte ich ihn dann ja zurück tragen. Das paßt nun gar nicht ins Konzept. Was das angeht, rede ich meinem Vater nicht ins Gewissen, das Auto stehen zu lassen. Wie gesagt, er muß irgendwann selbst zu der Erkenntnis kommen. Ich komme mir ja schon manchmal blöd vor, wenn ich ihn daran erinnere, daß er doch mal was trinken soll. Das reicht doch wohl völlig. Es war mir auch egal, daß der Bus heute um 5.45 Uhr ausgefallen ist. Ich habe den nächsten Bus genommen und somit war der Drops für mich gelutscht. Die Mail ans Verkehrsunternehmen habe ich mir gespart, ich bekomme ja doch keine Antwort. Das war im Dezemeber 2025 nicht anders. Und wenn man eine Antwort bekommt, dann ist der Tenor immr gleich: entweder hat man kein Personal und wenn man Personal hat, sind die Leute krank. Das ist doch bei meinem Arbeitgeber nicht anders. Es fehlen überall Leute. Aber komisch ist es schon: als für gestern Blitzeis angesagt war, kam der Bus pünktlich und heute, wo es Plusgrade sind, fällt der Bus aus. Diese Logik muß man nicht verstehen, aber egal. C. würde an der Stelle sagen, daß ich an meiner Einstellung arbeiten soll, aber das bringt mich auch nicht wirklich weiter. Jetzt mal ehrlich: ich arbeite schon genug an meiner Einstellung und zwar immer dann, damit meine Kollegen ihren Willen kriegen. Wenn ich mal was brauche, stehe ich dumm da. Das ist dann der Dank für meine Gutmütigkeit. Ich bin es aber auch selbst schuld. Ich darf mich dann nicht beschweren. Vielleicht wird im nächsten Leben alles besser, vielleicht auch nicht. Ich muß ich auch da überraschen lassen. Kommentare
02:24 15.01.2026
Wäre vielleicht doch eine interessante Abwechslung? Du bist doch noch fit! Good luck!
20:16 14.01.2026
Ohne Führerschein ist das mit dem Autofahren nicht so prickelnd. Und jetzt noch einen Führerschein machen ist nicht so einfach, zumindestens nicht für mich nicht.
20:02 14.01.2026
Frage mich auch gerade, warum du nicht statt deines Vaters Auto fährst.
02:26 14.01.2026
Schön zu lesen, dass es wieder aufwärts geht mit Deinem Vater! Du scheinst (noch) keinen Führerschein zu haben? ![]() Good luck!
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2026-01-13 11:30 |

