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Tagebuch Smartin
2015-12-27 00:01
Vorbei...

Der ZVK saß und die ersten 3 Tage war es in Ordnung, das einzig praktische daran war allerdings, dass ich mich endlich ohne umstände umziehen konnte, keinen Beutel durch die Klamotten ziehen und keine umstände mehr beim Duschen.
Mir ging es besser, mein Magen machte mit, dann kam der Mittwoch und meine Maus kam mich besuchen, nach draußen durfte ich allerdings immer noch nur mit dem Rollstuhl und wir sind eine Runde Spazieren gegangen und sie wollte so gerne mit auf Mamas Schoß und ein bisschen mit dem Rollstuhl fahren. Als ich sie hoch nahm, zog es plötzlich so in der Schulter, durch den ZVK. Doch ich dachte das sei normal. Am Abend jedoch welzte ich mich nur hin und her weil es so schmerzte.
Der 5. Tag:
Am morgen hatte ich dann solche schmerzen, dass mir dadurch wieder schlecht wurde und habe mich auch promt wieder übergeben, dass erste mal seid 4 Tagen. Ich kam dierekt wieder in die Dauerschleife und jedes mal zog es durch den ganzen Körper.
Ich sagte der Schwester, dass ich schmerzen habe, die meinte allerdings, dass das bestimmt von der naht kommt, es sei normal...
Normal kam mir das nicht vor, denn eine Naht? Ja die piekst, aber die piekst doch wohl so minimal, dass man sich darüber doch wohl kaum beschweren kann.
Ich war so müde den Tag über, dass ich kaum aus dem Bett kam und bewegen wollte ich mich eh nicht. Eigentlich wollte ich mir dann den Kreissaal ansehen, doch bevor ich dahin konnte, kam meinte Tante und meine Oma, die entschuldigten sich nach sage und schreibe 5 Jahren bei mir, dass sie mir (das zu schreiben warum und wieso, ist ein wenig zu viel) damals nicht geglaubt haben und nicht hinter mir standen, als mein Vater leider sehr großen mist machte und da standen sie und ich bekam die Entschuldigung auf die ich gewartet hatte, gestärkt und da die beiden mit kommen wollten sich den Kreissaal anzusehen, halfen sie mir bis dahin.
Doch an diesen Tag ging das nicht und mein ZVK machte mir eh immer mehr Probleme also freute ich mich auch wieder ins Bett zu gehen und die Schwestern schickten den Chirugen zu mir, der sollte nach sehen ob sich der ZVK entzündet hat. Er streichte leicht drüber (Ich schreie nicht vor schmerz... Normalerweise...) aber in diesem Fall schrie ich und zuckte zusammen, allein durch diese leichte Brührung. "Sie müssen schon still halten, wenn ich nachsehen soll ob der Entzündet ist." Ich hasse die meisten Ärzte... nicht alle. Der Arzt meinte jedenfalls da währe nicht zu sehen und das es ein wenig dicker ist, sei normal.
Am Abend hielt ich die schmerzen kaum noch aus. Also mühte ich mich aus dem Bett und ging zu einer Schwester, die kannte mich seid ich 5 Jahre alt bin, weil das unsere alte Nachbarin war. Da stand ich mit Tränen in den Augen und meinte: Entweder ihr nehmt den raus oder ihr gebt mir irgendetwas, ich halte das nicht mehr aus." Dann brach ich in Tränen aus.
Sie sah mich genervt an, da ich mich ja schon den ganzen Tag beschwert hatte. "Sam, ich kann dir aber nichts mehr geben, denk an das Kind. Du bekommst ja schon so viele -medikamente."
"Irgendwas müssen wir aber jetzt machen, dann nehmt ihn raus. Durch die schmerzen übergebe ich mich ja sogar wieder."
"Das ist wahrscheinlich die Naht du darfst dich da nicht so sehr reinsteigern, geh wieder ins Bett und ruh dich noch eine Runde aus."
TOLLE ANTWORT!!!
Selbst meine Therapeutin konnte nichts erreichen, die Nacht war der pure horror und am nächsten Morgen kam das typische Fieber messen im krankenhaus. Könnt ihr es erraten? 39 Grad Fieber, dann ging alles sehr schnell und sie nahmen ihn endlich raus, ich war so Kaputt und das ich den ganen Tag schlief.
Ich musste nachhaken um eine Antwort zu bekommen, ob der ZVK sich jetzt entzündet hatte, aber Antibiotikum bekam ich schon, das 3. Mal in dieser Schwangerschaft.
Zwei Tage später sagte mir die Assistens Ärztin dann, dass das Fieber doch vom ZVK kam und der sich entzündet hat, allerdings auch das nur zögerlich.

Die Woche drauf war am Mittwoch die entlassung geplant, jetzt hieß es nur noch der Ultraschall, die Sachen standen schon gepackt im Flur und ich freute mich unheimlich.
Als die Ärztin kam, freute die sich fast genauso mit uns. Meine Mutter wollte auch so gerne mit beim Ultraschall sein.
Es war die 19. Woche und wir hatten die Chance zu erkennen was es wohl ist. Doch es regte sich nichts, die ärztin sagte nichts und ich ahnte es. Dann meinte sie wir können einmal zum großen Ultraschall gerät gehen, vielleicht klappte das besser. Vielleicht.... dann ließ sie die Oberärztin kommen, wahrscheinlich weil sie es selbst nicht konnte. Sie brachte es einfach nicht übers Herz, Wochen lang hat sie im Grunde mit mir gekämpft, ich hatte selten so eine tolle Ärztin mit so viel Mühe. Mein Kopf war lehr was sollte ich auch denken, ich wartete auf das, was auch kam von der Oberärztin: "Es tut mir so leid ihnen das zu sagen, doch es sind keine Herztöne mehr da..."
Sie redete noch, doch mein Kopf schrie und ich biss so sehr die Zähne zusammen, dass mein Kiefer schmerzte. Ich werde hier nicht heulen, was hat meine Mama mir beigebracht?
Die anderen gehen meine Probleme meist nichts an. Ich würde mich nicht mehr lange beherschen können... Leise und kaum hörbar fragte ich wo hier die Toilette sei.
Ich schaffte noch die Tür hinter mir zuzumachen bevor ich zusammen brach, die Tränen rollten und ich fragte mich das was ich mich vorher nie gefragt habe, ich hatte schon so viel durch, ich wollte dieses eine Mal noch durchziehen. Ich würde mir das doch nie wieder und meiner Umgebung antun. Nach all den bescheidenen Jahren und dafür, so gekämpft hatte, doch dieses Mal stellte ich mir die Frage auch... Warum? Warum musste das nach dem langen und schweren kampf kommen? Es hatte keinen Sinn mehr gemacht meine Tochter so lange nicht richtig haben zu können, es ging nicht in meinen Kopf. Ich weinte und dieses Mal weinte ich so sehr und so laut, wie ich es in meinen Leben nie getan hatte, dann kam die angst, ich würde heute nicht nach Hause gehen, dann kam das Bewusstsein über das was jetzt passieren würde. Wieder brach ich zu sammen setzte mich auf den Boden und weinte. Meine Mutter klopfte, normaler weise hätte ich mich vorher beruhigt und mir die Tränen weg gewüscht, doch ich griff nur in trance hoch zum schloss und drehte es auf. Sie sagt Heute, so hat sie mich noch nie gesehen und so will man sein Kind wohl auch nicht sehen... ich weinte weiter und ich wusste nicht ob ich es schaffen würde auf zu hören, doch ich musste ja. Denn das schlimmste stand mir noch bevor.
Sie nahm mich mit nach draußen und ich wollte meinen Freund anrufen, doch bekam nichts vernünftiges zustanden. Also sprach meine Mutter mit ihm und er kam, er durfte auch die Nacht bei mir im Zimmer bleiben, dann weinten wir, dass erste und einziege mal gemeinsam.
Am Abend bekam ich etwas um die Wehen einzuleiten, wir sahen uns noch irgendetwas auf dem Lebtop an und er schlief, wie sollte es anders sein ein. Als ich die ersten Wehen hatte, bekam ich ihn auch nicht wach. Die nächsten zwei stunden wahren einsam und ich dachte die ganze Zeit, dass ich auf Toilette muss und hatte schmerzen, dann kam der Moment, gleich ist es so weit und ihc muss es hinter mich bringen, so jetzt reicht das weinen und wenn ich jetzt weiter zulasse das mir das nahe geht, dann bin ich auch die nächsten Wochen nicht für Mia da. Also verdrängte ich all meine Emotionen so weit es nur ging, denn das konnte ich ja schließlich gut.
Nahm jede letzte kraft zusammen und bekam ihn endlich wach, dann sagte ich ihm er soll die Schwester holen, weil es jetzt gleich so weit ist.
Sie kam und ich, die ja all ihre Emotionen weit weg geschlossen hatte, machte sogar einen scherz... das passiert dann leider dabei. Natürlich kommt das dann für andere sehr seltsam rüber, auch für meinen damaligen Freund. Der war dann auch bei mir, doch zu spät....
Es wurden nicht mehr viele Tränen geweint, die angst es zuzulassen war zu groß. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie ich es schaffen sollte wieder auf zuhören, wenn ich erst einmal angefangen hatte zu weinen.
Bei der letzten untersuchung, bei meinem Frauenarzt sah er mich an und meinte, "Ja sie hatten ja auch eine Blutvergiftung, ich schätze mal, dass das leider dazu beigetragen hat.".....

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Smartin (Sam Beckm) Offline

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27 Jahre, DE mehr...
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2015-12-27 00:01