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2024-12-14 18:40
Wende abgewendet
Mit der Aussage treffe ich erneut den Nagel auf den Kopf, denn bei uns war am Nachmittag schon wieder was los. Aber der Reihe nach, denn so viel Zeit muß sein. Daß mein Vater die Steckdose an meinem Bett reparieren wollte, war für den Nachmittag geplant. Er mußte ganz dringend auf die Toilette und dann nahm das Unheil seinen Lauf. Ihm wurde auf einmal schlecht, was dazu führte, daß er von jetzt auf zusammen geklappt ist. Daß mir in dem Moment auch anders wurde, war klar. Ich war echt ganz kurz davor, den Krankenwagen zu rufen. Vielleicht war es ein Fehler, nicht direkt zum Handy zu greifen und die Rettung zu rufen. Das hätte auch echt ins Auge gehen können. Doch so schnell, wie mein Vater den Abflug gemacht hat, war er wieder da. Er hat noch nicht mal gemerkt, daß ich ihm ein paar Mail ins Gesicht gehauen und am Ohr gezogen habe. Jetzt liegt er mit einer Wärmflasche auf dem Sofa und erholt sich. Mein Vater vermutet, daß das mit der Herzklappe zusammen hängt. Ich habe neulich noch im Internet gelesen, daß man ohnmächtig wird, wenn das Herz nicht mit genügend Blut versorgt wird. Da war auch von Bewußtseinsstörungen die Rede. Mein Vater hat sich gar nicht daran erinnert, was passiert ist, ihm fehlen ein paar Minuten. Doch es ist zum Glück noch mal alles gut gegangen. Ich hoffe, daß es ihm besser geht, wenn man den Eingriff am kommenden Donnerstag gemacht hat. Da muß ja dann was dran sein, denn man macht so was ja nicht aus Jux und Dollerei. Von meinem Onkel gibt es auch ein paar Neuigkeiten. Meine Cousine hat am Vormittag angerufen. Er wird wohl nicht mehr nach Hause kommen. Sie vermutet, daß sie am Ende die Böse ist, die dafür gesorgt hat, daß er ins Heim kommt. Welche Möglichkeit hat er denn sonst noch? Gar keine. Wenn er schon nicht mehr weiß, daß er zu Hause ist, wenn mein Vater ihn vor der Haustür absetzt, ist das schon extrem komisch. R. hat mir auch schon ein paar Mail erzählt, daß er abends um 20.30 Uhr Brötchen holen wollte. Oder daß er auf dem Hof umher irrt und nicht mehr weiß, wo er ist. Da frage ich mich tatsächlich, warum man da nicht früher tätig geworden ist. Wenn er sich aussperrt, weil er den Schlüssel vergessen hat, war sich niemand zu schade dafür, meinen Vater anzurufen, damit er mit einer Bohrmaschine vorbei kommt. Da hätte man in dem Fall anrufen und was sagen können. Viel machen hätten wir da auch nicht können außer den Krankenwagen zu rufen. Und es kann auch keiner von uns verlangen, daß wir uns um meinen Onkel kümmern. Mein Vater kann selbst nicht und ich habe dafür auch keine Zeit, weil ich nun mal voll berufstätig bin. Es reicht, wenn ich mich um meinen Vater kümmere. Da muß ich mir nicht noch meinen Onkel ans Bein binden. Ich stoße gerade selbst an meine Grenzen. Kommentare |
2024-12-14 18:40 |
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