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2025-04-30 16:06
Soviel zu "barrierefrei"

Geschafft! Pflege war hier, hat mich in die Wanne gestopft und schön eingeweicht von Kopf bis Fuß und jetzt fühl ich mich wieder wie aus dem Ei gepellt.Cry

Hauswirtschaft war auch da, der Balkon strahlt somit auch in frisch geputztem Glanz.Cry

Sogar die Wäsche hab ich schon gewaschen bekommen und bei dem Wetterchen, das wir heute haben, kanndarfmuss ich die bestimmt heute Abend auch noch weiter versorgen.

Ich bin echt froh, dass ich so einen prima Pflegedienst gefunden hab! Lauter nette Leute, alle fachlich top und noch dazu freundlich unterwegs - nicht mehr allzu selbstverständlich heutzutage. Und dass ich irgendwann vor Jahrzehnten mal Kollegin war, spielt da jetzt nicht die große Rolle.

Inzwischen hab ich auch sonst wirklich gute Leute gefunden, vom Hausarzt bis zur Fußpflege. Da hab ich auch schon ganz andere Erfahrungen machen "dürfen"...Cool

Grade beim Hausarzt war es richtig schwer, jemand zu finden, der zu mir und meinen vielen vielen Diagnosen passt und noch dazu eine Praxis hat, die man mit Rolli erreichen kann.

Sollte man nicht glauben heutzutage...

Der, den ich jetzt habe, arbeitet zwar auch mit recht kreativen Mitteln, aber immerhin erreiche ich Wartezimmer, Anmeldung und Behandlungsraum. Ist halt jeder Besuch dort eine reichlich heftige Kraftanstrengung für mich, deshalb geh ich nur hin, wenn ich unbedingt persönlich vor Ort sein muss.

Ein Hoch auf die digitale Medizin! Dank der kann ich das Meiste mit dem Doc via App etc. erledigen.

Beim Orthopäden ists übrigens dasselbe Spiel : Nur mit recht kreativen Mitteln komm ich dort überhaupt in die Praxis.

Beim Neurologen dasselbe Spielchen.

Selbst in der hiesigen Uniklinik (Fachambulanz) hab ich mit Unmöglichkeiten zu kämpfen. Obwohl sich die Klinik deutlich "Barrierefreiheit" auf die Fahne schreibt.

In keiner der Praxen, auch nicht der Fachambulanz der Uniklinik, hats ein Klo, das ich benutzen könnte. Egal, wie kreativ ich mich anstellen mag.

Hab also inzwischen sehr gut durchtrainierte Schließmuskeln.Embarassed

Das ist so typisch für unser Land : Hauptsache, es steht irgendwo aufgeschrieben, dass es dies oder das an phantastischen Sachen gibt. Ob die dann auch in der Praxis vor Ort tatsächlich nutzbar sind, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Am Schlimmsten ist es im Bereich Psychotherapie. Da hab ich tatsächlich noch nie jemanden gefunden, der einer für egal in welche Richtung behinderten Person einen halbwegs machbaren Zugang bieten konnte.

Scheint die Fachwelt wohl davon auszugehen, dass ein körperlich Eingeschränkter keine psychischen Probleme zu haben hat.

Und umgekehrt.

Letztes Jahr hab ich mich wegen anhaltender Depressionen (bin chronisch schmerzkrank, da hat man die Depris von Haus aus mit im "Handgepäck") für eine Behandlung in der hiesigen psychosomatischen Tagesklinik (auch der Uniklinik zugehörig) dort in der Ambulanz zu einem Diagnosegespräch vorgestellt. Wohl besser "beworben".

Auch nur, weil in der Beschreibung und bei mündlicher Nachfrage versichert wurde, alle Räume sind mit Rolli zugänglich und Toilette gibt es auch für Rollifahrer.

Ich war dann dort zu meinem Termin, hat auch alles soweit gepasst. Nur, dass ausschließlich der Ambulanzbereich barrierefrei war und somit alleine schon deshalb eine tagesklinische Behandlung für mich nicht in Frage kam, weil der tagesklinische Bereich mit den Therapieräumen samt und sonders nur über Treppenhaus bis in den zweiten Stock erreichbar war.

Rollifahrer sind wohl alle psychisch top in Form. *sarkasmuswiederaus

Wenns nicht so traurig wäre, würde ich mich glatt totlachen.

Kommentare

09:05 02.05.2025
Danke!
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02:21 01.05.2025
Dass doch so viele medizinische Häuser ohne Fahrstuhl sind
Daumendrück für's Finden einer erreichbaren Psychotherapie!
Good luck!
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2025-04-30 16:06