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2025-09-10 12:30
Kein Chaos ist auch keine Lösung
Das wäre auch nicht mehr normal, wenn einmal alles glatt gehen würde. Daß ich gestern im Regen von der Haltestelle ins Büro gelaufen bin, ist eine Sache. Daß der Zug über eine halbe Stunde gebraucht hat, um zu meiner Haltestelle zu kommen, ist noch mal was anders. Schuld daran war eine defekte Oberleitung. In solchen Situationen frage ich mich, was ich verbrochen habe, daß ich davon betroffen bin. Fairerweise muß ich dazu sagen, daß der Bahnhof schon sehr voll war, als ich endlich aussteigen konnte. Also hatten meine Mitmenschen auch wahnsinng viel Spaß. Das sei ihnen gegönnt, ich bin ja nicht so. Nicht, daß es am Ende wieder heißt, daß ich so negativ bin. Den Spruch durfte ich mir gestern nämlich wieder anhören. Und als wäre das nicht schon genug, gab M. mir noch zu verstehen, daß ich mir doch mal Gedanken machen soll, warum das einigen auffällt. Obwohl mich das eigentlich kalt lassen sollte, habe ich mir doch mal die Mühe gemacht und habe die Nachrichten noch mal gelesen, die ich gestern so geschrieben habe. Und wenn ich ehrlich bin, weiß ich nicht, was daran jetzt so negativ war, daß man mir das ständig unter die Nase reiben muß. Ich hätte auch gemein sein und sagen können, daß die Leute nicht so viel an Sex denken und weniger Alkohol trinken sollen. Das soll ja helfen. Aber da ich mich ja benehmen kann, habe ich mir das halt nur gedacht. Zumindestens weiß ich jetzt, daß R. mich nicht mehr anschreibt, weil er momentan andere Probleme hat. Wer das glaubt, der geht auch davon aus, daß Ostern und Weihnachten auf einen Tag fallen. Wenn ich R. nicht blockiert und er keine Probleme hätte, würde er mich dennoch weiter zutexten. Davon bin ich fest überzeugt. Doch das interessiert mich an Stelle nicht wirklich. Ich muß nämlich auch gucken, wo ich bleibe. Mir hilft niemand, wenn ich ein Problem habe. Eine große Klappe haben alle, aber wenn es drauf ankommt, ist keiner da. Das sind dann die Freunde. Das ist nun mal so. Traurig, aber wahr. Das sehe ich doch jetzt. Als ich gestern die Rollade im Wohnzimmer schließen wollte, ist der Gurt gerissen. So weit, so gut. Das Teil läßt sich jetzt nicht mehr öffnen. Falscher Fehler, aber nun gut. Ich habe den Fachmann bei uns im Ort angrufen, doch der hat keine Termine mehr frei, zumindestens nicht so kurzfristig. Außerdem ist man nur noch bis morgen vor Ort, ab Freitag ist man schon im Urlaub. Am 06.10. ist man erst wieder da und dann kann man kurzfristig einen Termin bekommen. Das Problem ist nur, daß wir nicht 4 Wochen das Teil unten lassen können. Ein paar Tage ist sicher okay, aber nicht einen Monat. Ich habe dann da angerufen, wo wir die Teile vor Jahren gekauft haben und dort konnte man mir einen Termin für den 16.10. anbieten. Die Zeit ist in der Konstellation gewöhnungsbedürftig. Zwischen 11.00 und 14.00 Uhr will jemand kommen. Eigentlich ist das kein Problem, wenn mein Vater zu Hause wäre. Er ist noch im Krankenhaus und ich weiß nicht, ob er nächste Woche Dienstag wieder zu Hause ist. Er war ja noch nicht mal zum CT, obwohl das heute gemacht werden sollte. Aber vielleicht macht man das ja noch, ich habe keine Ahnung. Das ist alles ein Mist. Anders kann ich das nicht in Worte fassen. Es kann auch sein, daß man das CT macht und mein Vater bis zur OP wieder nach Hause kann. Vielleicht sagt man auch, daß das noch nicht so eilig ist und er erst Mitte Oktober zur OP braucht. Das entzieht sich meiner Kenntnis. Und wieder ist da die Wut auf meinen Vater, warum er nicht sofort zum Arzt gegangen ist. Der Gurt wäre auch so gerissen, selbst wenn mein Vater da gewesen wäre. Wenn einmal was schief läuft, dann aber so richtig. Kommentare |
2025-09-10 12:30 |