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Tuesday, 25. September 2018
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Tagebuch PetraM
2018-09-12 04:01
Di. 11. September 2018
Der Dienstag war im Ganzen soweit wieder echt schön.

Als ich heute Morgen aufgestanden bin, hatte ich zunächst ein rotes Auge (das weiße im Auge war etwas rot). Als ich letzte Nacht wach geworden bin, anscheinend sehr unruhig geschlafen hatte, da lag die Nachttischlampe auf meinem Gesicht (Grins). Nun gut, es ist nichts weiter passiert. Aber beim Blick in den Spiegel bekam ich trotzdem einen Schrecken. Mein Kreislauf ging vor Aufregung direkt in den Keller. Aber mein Freund hat mich beruhigt. Solche geplatzten Äderchen hatte er schon so oft im Auge, das ist harmlos. Und so minimal, wie es bei mir der Fall war, brauche ich mir auch keine Sorgen zu machen. 

Die Nachttischlampe ist oberhalb am Bett fest geklemmt. Beim Umdrehen muss ich mit dem Arm wohl daran gekommen sein, muss sie irgendwie runter gerissen haben. Zumindest lag sie, als ich wach geworden bin (ich lag seitlich) auf meinem Gesicht, auf meiner Wange. 

Mit der "Miniküche", die ich im letzten Jahr zum Jubiläum auf der Arbeit geschenkt bekommen habe, kommen wir übrigens sehr gut klar. Mit der Dosierung vom Kaffee kommt mein Freund bestens klar (es ist ja nur eine kleine Kanne), der Kaffee schmeckt damit sehr gut. 

Parallel dazu, wenn die Kaffeemaschine läuft, macht er im Mini-Backofen immer einzeln die Brötchen heiß (aufbacken). In ein paar Minuten sind sie immer fertig. Während ich mich im Bad frisch mache (Zähne putzen usw.), ist er schon fleißig am backen sozusagen. Wenn ich dann in die Küche komme, dann kommt mir schon ein herrlicher Duft von Kaffee und frischen Brötchen entgegen. Dann wird erst mal gefrühstückt. Jeden Morgen so richtig lecker.

Das Wetter ist hier weiterhin sehr wechselhaft. Hin und wieder lässt sich die Sonne mal blicken. Ansonsten sehr viele Wolken und ein kräftiger Wind. Heute sollte die Regenwahrscheinlichkeit bei 60 % liegen. Wir sind trocken geblieben (den Schirm habe ich noch nicht gebraucht), nur als wir beim Essen waren, haben wir draußen welche mit Schirm gesehen, da hat es gerade mal etwas geregnet.

Morgen soll es ähnlich werden, die Regenwahrscheinlichkeit bei rund 40 %. Dafür habe ich die nächsten Ausflüge ausgearbeitet.

Heute waren wir in Travemünde. Das war sehr schön. Wir haben schnell einen guten Parkplatz gefunden.

Wir waren am Hafen. Zuerst sind wir zur Fähre gegangen. Ein Ticket ziehen. Das war leicht (an einem Automaten). Wir mussten nur ein paar Minuten warten, dann kam auch schon die Fähre (sie pendelt ständig hin und her).

Es war so stürmisch, das Wasser so unruhig, so dass die Fähre bei jedem Anlegen mehrere Versuche gebraucht hat, bis sie gerade war, so dass die Passagiere Ein- und Aussteigen konnten. Die Fahrt zur anderen Seite, zum anderen Ufer dauerte nur wenige Minuten. Sie konnte wegen der Strömung nicht direkt gerade rüber fahren, sondern musste jedes Mal einen sehr großen Bogen fahren (so wie ein Bus, der einen großen Wendekreis hat).

Auf der anderen Seite haben wir dann das Segelschiff, den Viermaster "Passat" besichtigt. Das war sehr interessant. Wir waren knapp 1,5 Stunden auf diesem Schiff. Manche Sachen oben auf dem Deck waren sehr  interessant (wir haben auch ein paar Fotos gemacht), aber auch unter Deck gab es viele Sachen zu sehen.

In den "Räumen", den Kajüten haben sie alles mit Puppen nachgestellt. Die Küche (also die Kombüse), den Funkraum, den Waschraum, die einzelnen Räume usw. Das haben wir uns alles angeguckt, war sehr interessant.

In einem großen Raum wurde vom Leben während der Schiffsfahrt erzählt. Ein junger Mann (während seiner Zeit auf dem Schiff 15 Jahre alt) hatte Tagebuch geführt. Viele Sachen aus diesem Tagebuch waren in diesem Raum mit Fotos dokumentiert und nachgestellt, so dass man sich gut in das Leben reindenken konnte. Die Arbeiten auf dem Schiff, was sie in der wenigen Freizeit machten, wie das Essen an Bord aussah usw.

Leider war sehr viel los auf dem Schiff. Es gab viel interessantes zu sehen und zu lesen (alles sehr gut dokumentiert). Wir haben uns zwar alles angeguckt, aber jedes Mal, wenn man etwas mal in Ruhe lesen wollte, dann standen schon zwei bis drei weitere Urlauber hinter einem, die ungeduldig warteten, dass auch sie endlich gucken konnten. Der Raum war ziemlich voll, es kamen immer mehr Personen dazu. Wir haben dann nur die wichtigsten Sachen gelesen. Dort hätte man sich locker doppelt und dreifach so lange aufhalten können. 

Als Erinnerung haben wir schöne Bilder, Ansichtskarten usw. von der Passat mitgenommen. 

Nach dieser Schiffsbesichtigung (wieder zurück mit der Fähre) haben wir dann den Leuchtturm besichtigt. Das ist der älteste Leuchtturm Deutschlands von 1539. Mehrere Etagen die Treppen hoch, auf jeder Etage interessante Infos zum Leuchtturm. Oben sind wir auch raus gegangen, einmal um den Turm rum. Eine sehr schöne Aussicht über Hafen und Strand. Aber es war super, super windig. Wir sind fast weg geflogen. Ich habe auch meine Kapuze aufgezogen. Nicht weil es geregnet hätte, aber weil ich Angst hatte, Ohrenschmerzen zu bekommen, wenn der Wind so kräftig ins Ohr bläst (diesbezüglich bin ich halt sehr empfindlich). Aber es hat sich wirklich gelohnt, die Aussicht war echt schön. 

Anschließend haben wir einen Stadtbummel gemacht. Eine schöne Einkaufsstraße entlang des Hafens, bis rein in die Altstadt. Wir waren in mehreren Geschäften (haben nicht viel gekauft, nur Kleinigkeiten). 

Man kommt sich so richtig "klein" vor, wenn ein großer Luxusdampfer (wie eine schwimmende Stadt) an einem vorbei fährt. Wir haben mehrere sehr große Schiffe gesehen. 

Zwischendurch hatte ich Kontakt mit meinem Trainer. Wir haben die Termine für nächste Woche abgesprochen (also schriftlich per WhatsApp). Wir kommen ja am Sonntag Nachmittag irgendwann nach Hause. Eigentlich wäre am Dienstag dann wieder unser gemeinsames Training. Da er immer viel zu tun hat, immer einen vollen Terminkalender hat, traue ich es mich gar nicht, ihn auf andere, auf "Zwischentermine" anzusprechen. Umso mehr habe ich mich heute dann halt gefreut, als er mich angeschrieben hat, ob wir bereits am Montag Mittag wieder mit dem Training starten sollen.

JAAA, nichts lieber als das! Im Moment kommt mein Sport ja eh zu kurz. Wir laufen hier ja super viel, regelrechte Kilometermärsche (was ich gut finde), aber Laufen ist halt nicht gleich Muskelaufbau. Laufen an sich ist sicherlich positiv, gar keine Frage. Aber es ist nicht der Muskelaufbau, die Muskelkräftigung, die ich bzw. mein Körper eigentlich brauche. Und Seeluft macht bekanntlich auch müde. Nach den Kilometermärschen an den Stränden und Häfen kann ich mich abends absolut nicht mehr für den Sport aufraffen.

Das merke ich leider aber auch schon wieder. In den Unterschenkeln und den Fersen fängt schon wieder das schmerzhafte Ziehen an. Mal sehen, vielleicht mache ich nächste Tage (abends) mal wieder zumindest eine kleine Grundeinheit. 

Zu Hause, mit meinem normalen "festen" Plan fällt es mir leichter, mich dazu aufzuraffen (das macht mir ja auch Spaß), aber hier im Urlaub, in der völlig anderen Umgebung (auch ohne Matte, nur mit einem Handtuch auf dem Boden), da fällt es mir mega schwer.

Wenn mein Trainer jetzt in der Türe stehen würde, nach dem Motto "Auf geht es", dann würde ich sofort mit Kniebeugen usw. loslegen. Aber jetzt alleine, da fällt mir das Aufraffen doppelt und dreifach so schwer.

Den nächsten Termin (nach dem Montag) hätte ich ja eigentlich dann schon am Dienstag (den normalen Termin). Ich fand es gut, dass er mir dafür stattdessen dann den Donnerstag vorgeschlagen hat, den ich ebenfalls direkt angenommen bzw. bestätigt habe. Ja, das ist wirklich eine sehr gut Terminplanung für meinen Sport. Gerade wenn ich nach dem Urlaub wieder Schmerzen habe (so gut, so intensiv wie zu Hause werde ich hier ganz bestimmt keinen Sport machen), dann ist das Training zu zweit, unter seiner "Regie", halt um ein vielfaches besser (und intensiver), als wenn ih alleine eine "kleine Sporteinheit" durchziehe, viele Übungen wegen der Schmerzen nur "andeuten" würde.

Dann bekam ich noch eine Mal vom Umzugsunternehmen. Den Kostenvoranschlag mit dem Vertrag. Erst wenn wir den Vertrag ausgedruckt haben, unterschrieben haben, ihn wieder zurück gemailt haben (oder per Post dorthin schicken), erst dann steht der Termin fest, wird er verbindlich für uns blockiert bzw. eingetragen.

Ich habe sie vorhin deswegen schon per Mail angeschrieben. Der Termin steht (für uns), aber wir haben hier keinen Drucker. Wir können ihn nicht ausdrucken, unterschreiben und zurück schicken. Ich habe sie angeschrieben, dass wir im Urlaub sind, sie den Termin bitte unbedingt blockieren sollen, dass sie die Unterschrift Anfang der Woche, direkt nach unserem Urlaub dann bekommen. 

Nicht dass sie meinen, wenn sie diese Woche keine Unterschrift von uns bekommen, dass wir kein Interesse mehr haben (also zu einem anderen Umzugsunternehmen gehen), dass sie unseren Termin dann anderen Kunden geben. 

Ja, auch diesbezüglich bin ich froh, dass ich inzwischen schon so viel gelernt habe. Dass ich mit dem Handy klar komme (auch bezüglich der E-Mail) und auch mit dem Laptop so gut ins Internet komme. 

Heute Abend habe ich dann sozusagen noch meine "Hausaufgaben" gemacht, die Karten (Ansichtskarten) geschrieben. Das gehört für mich ja immer zum Urlaub dazu. Familie, frühere nette Nachbarn (mit denen wir noch in Kontakt sind) sowie meine Brieffreudin aus Erfurt. Insgesamt 6 Karten. Jeder bekommt einen etwas anderen Text. Natürlich immer den gleichen Inhalt, aber immer etwas anders formuliert. Damit gebe ich mir immer Mühe. Jeder den gleichen Text, das finde ich langweilig. Und da ich beim Schönschreiben ja immer sehr langsam schreibe, habe ich für diese 6 Karten knapp eine Stunde gebraucht. Aber das mache ich ja immer gerne.

Und ich weiß, dass sich die Empfänger über diese Karten immer sehr freuen. Also gerade die Älteren, so wie unsere frühere Nachbarin, die 92jährige, die ich morgens immer mal wieder auf dem Weg zum Bahnhof sehe. Sie hat alle unsere Karten aufbewahrt. Sie freut sich immer so richtig, wenn sie von uns Post bekommt.

Einfach nur den Satz "Viele Urlaubsgrüße" finde ich immer so langweilig und eintönig. Ich lasse mir für jede Karte sinngemäß einen anderen Spruch einfallen. 

Ja, so wie dieses regelmäßige Tagebuchschreiben (was ich handschriftlich ja auch schon in meiner Schulzeit jeden Tag gemacht habe), so gehört dieses Kartenschreiben im Urlaub für mich ebenfalls immer schon dazu. 

Kommentare

21:19 12.09.2018
Danke für deinen Kommentar und insbesondere für den Link mit deinem damaligen Eintrag (damals war ich noch nicht auf dieser Seite). Echt schöne Fotos. Viele Grüße.
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12:20 12.09.2018
So kann es auch bei wechselhaftem Wetter ein schöner Urlaub sein!
Bei Postkarten halte ich es ähnlich, andere Motive, andere Texte
Dann Euch noch eine schöne Zeit!
Good luck!
Nb. Im Maritim gegenüber der Passat hatte ich auch mal genächtigt
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