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Monday, 17. February 2020
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Tagebuch PetraM
2020-02-11 02:32
Mo. 10.02.2020
Langsam aber sicher werde ich seelisch wieder ruhiger. An diesem Wochenende war halt etwas viel auf einmal, das konnte ich nicht so schnell verarbeiten. 

Die Erinnerungen rund um den Geburtstag meiner Mutter, die Aufregung wegen dem Sturm, der Todesfall (der Kollege meines Freundes) und dann noch mein dicker Zeh. 

Alles etwas viel auf einmal.

Hier ist es zwar immer noch ziemlich stürmisch, aber längst nicht mehr so schlimm wie gestern Abend. Ein "normaler" kräftiger Wind halt. 

Das hört sich hier immer so an, als wenn die Scheibe aufgedrückt werden würde, die Tür aufspringen würde (Balkontür). Ein lautes Knarren. Wir erschrecken uns beide jedes Mal so richtig. 

Daran müssen wir uns in dieser Wohnung wohl gewöhnen, dass man es hier so laut hören kann. 

Nachmittags war ich kurz in der Stadt. Mein Freund hat mich ja gefahren. Ich war ein paar Minuten zu früh in der Stadt, so genau konnten wir das (auch wegen Baustellen) nicht planen. Ich bin dann noch kurz bei Rossmann rein, habe mir neue Eiweißriegel geholt, Duschgel usw. Die Wartezeit bis zu meinem Termin noch gut genutzt. Mich auch noch etwas abgelenkt.

Um die Ecke ist auch ein Blumengeschäft. Da war ich danach noch drin. Mich selber für die Aufregung belohnen sozusagen. Etwas für die Seele. Ich habe mir süße Teddys geholt. Eigentlich sind sie für Blumensträuße. Keine Ahnung, für welche Anlässe. Auf Holzstäben (damit man sie in einem Strauß mit einbinden kann). Die Holzstäbe hat mein Freund heute Abend schon entfernt (damit sie normal sitzen können). Verschiedene Farben und Größen. Ich habe einen größeren in dunkel braun und einen kleinen in hell braun genommen. 

Der größere "ist" mein Freund der auf den kleineren, auf mich aufpasst. Grins. Ich fand das total niedlich. 

Die Behandlung war heftig. Sie "musste" mich mit Gesprächen total ablenken. Der Zeh war (seitlich am Nagelbett) rot und entzündet. Der Nagel drückte kräftig davor. Das hat mächtig weh getan. Aber sie ist zum Glück immer sehr vorsichtig, hat es ganz vorsichtig gemacht und gut hinbekommen. 

Was meine Mutter betrifft, ihre Art hat mich mächtig geprägt. Das merken wir immer wieder. Gerade aktuell, weil mir wieder sehr viele Erinnerungen an früher einfallen. 

Z. B. Thema nachts. Den unregelmäßigen Schlaf-Rhythmus hatte ich ja immer schon. Auch in der Schulzeit bin ich spät ins Bett gegangen, oder nachts mal aufgestanden. Aber immer nur heimlich, immer in meinem Zimmer geblieben, damit meine Mutter es bloß nicht mitbekommt. Wenn sie mich in der Wohnung gesehen hat, dann gab es jedes Mal Ärger.

Ich bin ja erst mit 34 Jahren zu Hause ausgezogen. Wir sind ja zusammen gekommen, als ich 18 Jahre war, aber da hat er sich ja noch um seinen Vater gekümmert. Die Belastung Tag für Tag wollte er mir nicht zumuten. Wir haben uns zwar von Anfang an täglich gesehen, aber nur am Wochenende und im Urlaub habe ich bei ihm übernachtet. Erst als sein Vater gestorben ist (als ich 35 Jahre geworden bin) sind wir zusammen gezogen.

Ja, und sogar als ich mit 34 Jahren nachts aufgestanden bin, mal in die Küche oder aufs Klo gegangen bin, sofort kam meine Mutter hinter mir her (sie hatte immer einen leichten Schlaf) und hat mit mir geschimpft, weil ich nicht schlafen würde. 

Wenn ich jetzt, mit 50 Jahren, hier nachts "rum geistere", Licht an habe, was lese, oder in die Küche gehe, mein Freund auch wach wird, dann sage ich immer noch automatisch, "Entschuldigung, dass ich wach bin, dass ich mir was zu trinken hole....". 

Er sagt jedes Mal, dass es meine Sache ist, dass ich mich dafür doch nicht entschuldigen muss. Aber das ist so bei mir drin. Ich musste mich 34 Jahre lang dafür bei meiner Mutter entschuldigen und rechtfertigen, wenn ich nachts mal aufgestanden bin, das kriege ich nicht aus mir raus. 

Ich freue mich schon wieder auf Morgen, aufs Arbeiten. Wieder auf andere Gedanken kommen, mich um meine Aufgaben zu kümmern. Noch bin ich zwar etwas labil (nah am Wasser gebaut), aber es wird jetzt wieder deutlich besser. Wie gesagt, wenn alles auf einmal kommt, dann ist es halt ein bisschen viel. Ich nehme an, wenn ich wieder in meinen normalen Rhythmus komme, dass ich mich dann wieder richtig stabilisiere. 

Abends habe ich noch Sport gemacht. Als ich wieder nach Hause kam, der Zeh endlich nicht mehr so weh tat (zwar noch die leichte Entzündung, aber der Druckschmerz vom Nagel war dann ja endlich wieder weg), da habe ich erst mal die Wäsche gemacht, was ich eigentlich schon am Wochenende geplant hatte. Handtücher waschen und alles aufhängen.

Als ich wieder in der Wohnung war, hatte ich rund 3.000 Schritte. Auf 5.000 wollte ich aber mindestens kommen (also mindestens die Hälfte von den empfohlenen 10.000 Schritten schaffen). 

Ich bin dann noch spontan aufs Fahrrad gestiegen, weil ich beim Fahren, bei der Bewegung der Beine, immer rund 2.000 Schritte "angerechnet" bekomme. So habe ich gleichzeitig noch was für die Kondition getan. 

16 Kilometer in 30:30 Minuten. Durchschnittlich mit 25 km/h, in den Powereinheiten mit etwa 32/33 km/h. Das war meine 5. eigene Sporteinheit in diesem Monat, 82 gefahrene Kilometer für den Monat Februar. Im Jahr 2020 insgesamt 417 Kilometer.

Auch wenn ich heute etwas langsamer gefahren bin. Egal, Hauptsache ich bin überhaupt noch gefahren. Mir kam es heute auf die Bewegung an sich an, noch etwas auf andere Gedanken kommen. Keine Höchstleistung bringen, sondern einfach nur Sport machen.

Im Laufe des Tages habe ich bereits 2 kleine Sporteinheiten (zwischendurch) gemacht:

1. (6 kg Kugelhantel) 10 tiefe Kniebeugen Sumo Squats. 25 Kettlebell-Swing. 10 Sumo Squats.

2. 10 Sumo Squats. 25 Kettlebell-Swing. 10 Sumo Squats. 4 kg Hanteln 15 mal Bizeps-Curls.

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Nach dem Fahrradfahren noch ein Krafttraining über 30 Minuten.

Mit dem Body-Trainer (Arme in Schulterhöhe) Hände 10 mal vor Brust zusammen drücken.

Mit den 2 kg Hanteln 10 mal Seitheben. 10 mal Schulterdrücken.

Mit den 4 kg Hanteln 15 Bizeps-Curls. Gerade Stehen und damit 10 mal aufrechtes Rudern.

Mit der 4 kg Kugelhantel 10 Kniebeugen. Vor der Brust halten. Beim Hochkommen Arme in Schulterhöhe nach vorne strecken.

(Basis-Übung) Das Rubber-Band um die Fußgelenke. Beine weit auseinander. Etwas runter in die Kniebeuge. Seitliches Laufen. 3 mal hin und wieder zurück. Jeweils 8 Schritte.

30 Sek. Unterarmstütze. 30 Sek. hohe Liegestütze (gestreckte Arme).

Mit dem Fuß 10 mal oben oben kicken. Bein seitlich 10 mal angewinkelt aus der Hüfte nach oben ziehen. 10 Liegestütze auf Knien.

(Basis-Übung) Mit der 4 kg Hantel 15 mal Rudern (Ellenbogen weit nach hinten ziehen).

10 Sit-Ups mit dem Pilates-Ring (Beine fast strecken).

Auf die Seite legen. Beine strecken. Oberes Bein 10 mal gestreckt anheben. Oberes Bein vorne angewinkelt ablegen. Unteres Bein 10 mal gestreckt anheben.

Flach auf den Rücken liegen. Beine gestreckt senkrecht nach oben. 10 mal runter bis knapp über dem Boden und wieder senkrecht hoch. Pilates-Ring zwischen die Fußgelenke, nochmals 5 mal runter und wieder hoch zur senkrechten (dabei mit etwas Druck den Ring etwas zusammen drücken). Beine im rechten Winkel anziehen. 10 mal im Wechsel flach über dem Boden strecken. Beine flach über dem Boden strecken. 10 mal hoch und runter Paddeln (rechtes Bein 10 mal nach oben).

10 mal Bicycle Crunches.

Anschließend noch etwa 5 Minuten Dehnübungen.

Dafür, dass ich zunächst gar keine Luft zum Sport hatte, bin ich stolz, dass ich dieses "Grundprogramm" noch so durchgezogen habe.

Kommentare

14:52 16.02.2020
Während ich noch zu Hause (bei meiner Mutter) gewohnt habe, habe ich mehrere hundert DM bzw. später dann Euro zur Miete dazu gegeben. Etwa die Hälfte ihrer Miete übernommen. Meine Mutter hat immer nur halbtags gearbeitet. Mein Vater war dagegen, dass sie mehr/länger arbeiten geht. War halt eine andere Generation. Erst nach seinem Tod (sie war 43 Jahre als er starb) ging sie (seit meiner Geburt) wieder ganztags arbeiten. Die Miete haben wir zur Hälfte von der Rente (Witwenrente) meines Vaters genommen, die andere Hälfte habe ich (seit Abschluss meiner Ausbildung) übernommen. So hatte meine Mutter ihr Gehalt für sich.

Als mein Schwiegervater dann gestorben ist, ich im Grunde von heute auf morgen mit meinem Freund zusammen gezogen bin (das war so geplant, die Wohnung war schon so eingerichtet, dass ich dort sofort einziehen konnte), da hat meine Mutter die ganze Nacht geweint (mehr als ich, also mehr als ich über den Todesfall meines Schwiegervaters).

Sie hatte totale Angst, nach meinem Auszug alleine zu sein (sie hatte ihren Freund, der war noch berufstätig, Wochenend-Beziehung, lebte etwas weiter weg, zog erst als Rentner zu ihr) und hatte Angst, finanziell alleine klar zu kommen. Dass sie ab sofort ohne mein Geld, ohne meinen Mietzuschuss alleine in der Wohnung klar kommen musste.

Nach meinem Auszug habe ich ab sofort meinen Mietanteil natürlich nur noch meinem Freund für unsere gemeinsame Wohnung gegeben. Damit hatte meine Mutter lange Zeit Probleme, "jetzt" die Miete alleine von ihrem eigenen Gehalt bezahlen zu müssen.
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03:08 13.02.2020
Bis 34 zu Hause, das ist schon lange
So ein Fußnagel ist echt unangenehm, deshalb nun viel Freude an Deinen Belohnungs-Teddys!
Good luck!
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PetraM Offline

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50 Jahre, DE
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2020-02-11 02:32