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Monday, 17. June 2019
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Tagebuch MissTesa
2019-06-08 12:21
Die Zeit .. Immer wieder ..
Es ist die Zeit, die immer wieder vergeht ohne das man es manchmal merkt.

Mein letzter Eintrag, laaange her. Mir fehlt manchmal einfach die Zeit, ein paar Zeilen hier zu lassen. Das war früher (ja, früher, ich bin ja mittlerweile seit über 12 Jahren hier unterwegs) anders.

Da war ich noch nicht vollzeit berufstätig und meinem Kleinen (mittlerweile doch fast Großen) noch alleine, zumindest fast, wenn man meine Männergeschichten mal wegdenkt. Man wird einfach älter. Und die Prioritäten verschieben sich irgendwie. Wenn ich manche meiner alten Einträge lese, denke ich nur, Oh Gott.. Manch so kleine Probleme sind heute betrachtet doch eigentlich nichts gewesen. Aber auch das bringt die Zeit mit sich. Es ist schlicht Gras drüber gewachsen. Ja das geht. Und manchmal besser als man denkt. Mein Letzter Eintrag war aus 2016.

Was ist also passiert, in Tesa's Welt?!

Vermutlich weniger als sonst früher in einem Jahr. Vermutlich weniger sorgenvoll, dafür aber trotzdem schön.

2016 war abgesehen von der Kur nicht besonders ereignisreich. Umzug mit der Firma und jede Menge Ändereungen im Büro, die das Arbeiten nicht unbedingt schöner machen. Schlimmer geht immer, das kam aber erst später. Zusätzich gab es die Diagnose Autismus für meinen Sohn. Asperger. OK, das erklärt bisschen was. Damit kann man arbeiten.

2017 war dann besser. Im März das langersehnte Ja Wort vor dem Standesamt mit anschließender kleiner Feier in unserem Stammrestaurant. Es war toll! Ich habe nicht in weiß geheiratet, sondern in einem langen blauen Abendkleid. Es war das bestimmt 20. Kleid was ich anhatte. Ich habe einfach keine Figur mehr. Von meinem Untergewicht von früher war einfach nichts mehr übrig, ich war einfach eine Tonne. Aber den Dreh mal abzunehmen oder was zu ändern bekam ich nicht. Weder Ernährungstechnisch, noch das ich den Schweinehund in punkto Sport hätte besiegen können. Mein SOhn hatte einen Schulwechsel. Nachdem er von der Schule flog als er die Drtte Klassenkonferenz bekam. Das war dann der Anlass für das Jugendamt zu sehen, das es ohne eine Integrationskraft eben doch nicht geht. DIe Lehrerin war aber auch überfordert (6 beeinträchtigte Kinder in ihrer Klasse),von Inklusion war an der Schule überhaupt nichts zu sehen. Die neue Schule, im übrigen bietet diese keine Inklusion an, da läuft das wesentlich besser. Mit der I-Kraft sowieso. Neben vielen Ohrenarztbesuchen, einem CT wegen dem Verdacht auf ein Cholosteatom (zum Glück nicht bestätigt) und nach Monaten des schlecht hörens und andauernden Entzündugen wussten wir dann auch, das es sich lediglich um einen Pilz handelt, der da in meinen Ohren nistet. Es hat Monate und 4 HNOs gebraucht bis mal ein Abstrich genommen und das festgestellt wurde. Urlaub waren wir dann auch. Wieder an der Nordsee, meine Schwiegermama war mit und es war traumhaft. Wollten dann 2 Tage verlängern, aber die WOhnung wo wir waren war danach schon weiterermietet und im Sommer, innerhalb der Ferien, vor Ort kurzfristig was zu bekommen ist eigentllich nicht möglich. Als wir dann morgens auf den gepackten Taschen saßen und eigentlich gerade zum Auto einladen wollten kam der Anruf des Vermieters das unser Nachmieter von der Leiter gefallen und im Krankenhaus sei. Wohnung war also frei. Es tat mir sehr leid für den Nachmieter. Gefreut haben wir uns trotzdem.
Im Büro immer wieder neue Änderungen. Zwischenzeitlich wurde ein fester PLan eingeführt für die Pausen. Also auch für die Bildschirmpausen. Heißt, Küche und Kaffee hlen nach festem Plan, und natürlich nur mit den Leuten die dann auch gerade eingetragen sind. Immer mehr Arbeit, jeden Monat neue Kollegen und immer mehr Druck. Es war nicht schön. Die Arbeit an sich ist schon nicht einfach. 8 Stunden am Telefon, Inkasso, keine leichte Kost, keine leichten Kunden, und jeder Anruf ein anderes Thema, ständiges Umdenken in andere Marterie. Neue Kollegen die was fragen, hilft man zu lange bekommt man ärger weil man nicht telefoniert. Ja, man hat den Eindruck von Sklavenarbeit. Hatte mich dann Intern beworben auf den Posten im Traffic Management. Darauf wurde nichts, worüber ich aber im Nachgang sehr froh war. Einarbeitung in Oslo, ständige Überstunden und auch Samstags zumindest auf Abruf errekchbar sein. Neeee ... Das war schon gut so.

2018 kam .. ein kalter Winter.
Und der immer tiefgehende Wunsch, der Hölle am Telefon zu entkommen. Immer mehr Druck, Stress, immer mehr, schneller, höher, weiter. Ich fühlte mich zunehends unwohler. Meinem eh zu hohen Blutdruck tat das gar nicht gut. Also bewarb ich mich wieder intern auf eine Stelle in der Sachbearbeitung. Meine gute Freundin ebenfalls,und noch 10 andere Kollegen aus dem Contact Center. Ausgeschrieben war 4 Stellen. Was wenn das nicht klappt? Dann geht es extern weiter .. Hauptsache raus aus der Telefonhölle. Habe mich sehr gut vorbereitet. Thema des Teams war Insolvenzen. Keine leichte Kost. Vieles ist fristgebunden. Das Gespräch verlief super. Meine Freundin, ich und eine weitere sehr liebe Kollegin bekamen die Zusage. Der Einstieg war super, zumal ich bei Kolleginnen sitze, die ich bis auf eine, allesamt von früher kenne, weil diese auch bereits mal im Contact Center waren. Die eine hatte mich anfangs im Contact Center eingearbeitet, die andere kenne ich aus der Firma wo ich davor war. Die Arbeit ist zwar nicht immer einfach, aber das Umfeld macht eine Menge aus. Das Klima ist traumhaft. Pause nach Bedarf zu machen, Gleitzeit. Alles so Punkte, die einem das Leben echt einfacher machen. Die Freiheit sagen zu können, diese AKte mache ich morgen .. Mal mit den Kollegen quatschen zwischendurch, es ist toll!! Ja, ich fühle mich rundu wohl.
Ende März, zu Ostern und unserem ersten Hochzeitstag, waren wir dann wieder im Urlaub an der See. Ein kleiner, altbackener Bungalow, ganz spontan und dann das Osterfeuer am Strand. Traumhaft. Es war kalt, ja, aber das lässt sich nicht ändern. Und war auch OK. Sonst, nichts aufregendes in 2018, ausser dem heissen Sommer, der mir sehr zu schaffen machte. Meine Neurodermitis (Intimbereich) war am blühen, meine Rosazea im Gesicht klingte gar nicht mehr ab. Dann diese bleiernede Müdigkeit, kein Elan, kein Antrieb, null Motivation. In jeglicher Hinsicht. Ja, Hitze macht viel aus. Mir fiel es erstaunlicher Weise sehr leicht, viel zu trinken. Hätte vielleicht nicht so viel COla sein sollen, aber trinken ist ja schließlich trinken. Zu 2017 hatte ich 5 Kio verloren, keine Ahnung wie, wo wir doch sehr ungesund essen, viel süßes und eben die Massen an Cola. Aber man will ja nicht meckern.
Leider klingten die Symptome aber auch nach der Hitze nicht ab. Mein Gesicht war nach wie vor puterrot und die Neurodermitis war auch im Winter aggressiver als sonst. Dazu immernoch die bleiernde Müdigkeit. Einzige Vorfreude war, als wir für Ostern wieder eine Ferienwohnung gebucht haben an der See.

Im Januar 2019 entschied ich mich dann, zum Arzt zu gehen. Hatte das Thema mit einer Arbeitskollegin. Sie bekam Eisentabletten weil sie Eisenmangel hat. Ich hatte das vor der Schwangerschaft auch mal, die Symptome waren genau wie jetzt. Zumindest dieses abgeschlagene, diese Antriebslosigkeit. Viel Trinken ist ja nicht schlecht, und wer viel trinkt muss auch oft Pipi. Zwischenzeitlich musste ich auch nachts raus. Der Doc sah in den Computer, letzte Blutabnahme war gerade mal 1,5 Jahre her, aber durch die Symptome kann man das mal checken lassen. Das war Mittwochs. Den Donnerstag rief ich dann an wegen der Ergebnisse und die Helferin sagte etwas, was die noch nie zu mir gesagt hatten, nämlich das ich dringend rein kommen müsste. So ein Satz am Telefon ist erstmal ein Schock. Mein Zuckerwert sei nüchtern viiiel zu hoch. Zucker? Das was meine Oma hatte. Ich hatte morgens allerdings meine Blutdrucktablette mit einem Glas Cola genommen. Man habe den Langzeitwert nachgefordert, der sei Freitagmorgen da, ich solle dann rein kommen. Nach der arbeit fuhr ich zur Apotheke um mir ein Blutzuckermessgerät zu kaufen. Mittlerweile gibt es die geschenk vom Hersteller und die Apotheken geben diese raus. Fand ich super. Habe dann gemessen ... Die Werte waren unterirdisch. Andern Morgen 7 Uhr war ich dann beim Hausarzt. Der Langzeitwert war da, und mehr als doppelt so hoch wie er sein darf. Diagnose Diabetes, vermutlich Typ2, weitere Abklärung beim Facharzt. Da bin ich dann am gleichen Tag noch vorstellig geworden. Erneute Blutentnahme, viele weitere Termine. Typ 2 ist gesichert, habe Tabletten bekommen, es folgte eine Schulung. Ernährung hatte ich direkt umgestellt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit den Nebenwirkungen der Tabletten hat sich alles eingependelt. Die erste Kontrolle hatte ich einen Tag vor dem Urlaub, Langzeitwert halbiert, gute 10 Kilo abgenommen, alles super, der Doc war sehr zufrieden. So ging es dann entspannt in den Urlaub und der ar traumhaft. Wir hatten Bombenwetter, warm und nur Sonne. Es hat uns so gut gefallen das wir spontan entschieden haben im Sommer nochmal zu fahren. Bungalow ist gebucht und die Freude ist groß.

Ja, mir geht es gut. Viel besser als vorher. Mein Hautbild hat sich massiv verbessert, keinen Neuroschub mehr (ganz neues Lebensgefühl!!), meine Rosazea geht zurück. Ich bin fitter und frischer und natürlich hat sich auch figürlich durch die über 10 Kio weniger was getan, 2 Größen in den Hosen weniger, in Oberteilen ebenfalls. Mein hoher Blutdruck, ja, der ist Geschichte. Nachdem ich im Februar so massive Kreislaufprobleme hatte stellte sich heraus, das dieser viel zu niedrig war. Hatte ja die Tabletten noch genommen, seit ich diese weg lasse geht es mir besser und der Blutdruck ist trotzdem im gesunden Maß.

Kommentare

02:21 09.06.2019
Na da hat sich doch eine ganze Menge getan, das hätte auch für häufiges Schreiben gut gereicht ... mit sicher vielen Gratulationen zur Heirat, z.B.
Dann mal wieder "am Ball" bleiben?
Good luck !
Soll der Kommentar wirklich gelöscht werden?
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2019-06-08 12:21