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Tuesday, 02. September 2014
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Tagebuch Gottergeben
 1947-04-06 hh:mm
Ostern 1947 – Sehnsucht nach Familie und Kindern
Es ist kalt, bitterkalt. Innen u. außen. Der Körper fröstelt in den ungeheizten Räumen, wie er in diesem fürchterlichen Winter oft durchfrostet war, eisiger Regen fällt ungehemmt u. trostlos, der Himmel zeigt ein hoffnungsloses Grau, die Erde, die Straßen zwischen Ruinen u. Trümmerhaufen: Morast. Ein Bild unseres jetzigen Menschseins. Grau in Grau liegt Karfreitag über den Seelen. Sind wir auch nur irgendwie angehaucht vom Allelujatrubel des Ostergeheimnisses? In dieser Zeit der irdischen Belastungen, Anspannungen, Spannungen verlangt, mehr als früher, der Mensch in mir nach dem Menschen; nach Familie, Kindern, Heimat; nach einem Menschen mit dem man Sorgen, für den man sorgen darf.
Der aller Arbeit einen persönlichen Sinn gibt, den wenigstens wir Frauen hinter aller Berufsarbeit noch sehen möchten.
So dankbar bin ich für ein wenig dienendürfen in der Familie der Freunde!
Ist dies Verlangen ein Abirren vom Ziel?
Gott selbst hat den Menschen als Leib/Geist erschaffen. Er aber ist reiner Geist.
Oft weiß der Mensch sich ganz nahe Gott, oft aber spürt er Gott nur am Rande des stürmischen Sees u. oft wird uns Gott ganz der Unsichtbare, Unnahbare.
So brauchen wir die irdischen Brücken.
Ich wollte nach Mü. Es gelang nicht. So sollte es wohl nicht sein.
Da wurde mir eine andere Osterfreude. Ich durfte ein wenig bei einer dringenden Operation helfen. Nun habe ich das frohe Gefühl nicht ganz unnütz zu sein. Es ist Illusion. Aber von wieviel Täuschungen leben wir Menschen nicht?

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