Willkommen auf Tagtt!
Saturday, 18. January 2020
Alle » News, Bilder, Videos - Online
2006-03-22 17:07
So sind unsere Freunde
Sie können es nicht lassen, in der Vergangenheit herumzupulen.
Das ist wohl auch der Grund, warum sie einen Friedensvertrag verweigern und dem Bombergeneral ein Denkmal setzen.

Aber wenn sie sich schon moralisch verwerflich argumentieren, sollten sie sich wenigstens nicht noch obendrein lächerlich machen.

Das Possenstück ist aber so lustig, dass ich es euch nicht vorenthalten möchte.


Die britische „Times“ versucht sich am hessischen Einbürgerungstest und macht peinliche Fehler.
Die Diskussion um einen deutschen Einbürgerungstest können sich die britischen Medien nicht entgehen lassen. Für die „Times“ ist es eine fabelhafte Gelegenheit, endlich wieder einmal ein Foto von Hitler zu drucken, mit hochgerecktem Arm und in Uniform.

Belgische statt deutsche Flagge

Leider ist diesmal mit der restlichen grafischen Gestaltung etwas schief gegangen. Den Experten bei der „Times“ sind in ihrem Eifer ein paar Flaggen des fernen europäischen Kontinents durcheinander geraten, und so haben sie die belgische Flagge (schwarz-gelb-rot längsgestreift) anstatt der deutschen (schwarz-rot-gold quergestreift) ins Blatt gehoben. Ooops.

Nachsicht muss der deutsche Leser mit einem zweiten Fehler der „Times“-Spezialisten haben. Da werden in einem Kasten einige der Fragen aus dem hessischen Einbürgerungstest samt Antwort abgedruckt. Die Lösung für die Frage nach der deutschen Nationalhymne lautet in der „Times“: „Deutschland über Alles“. Es hat sich nämlich bis heute bei so gut wie niemandem in England herumgesprochen, dass in der Bundesrepublik ausschließlich die dritte Strophe des Gedichts gesungen wird, das der Deutschland-Träumer Hoffmann von Fallersleben im August 1841 auf Helgoland schrieb – damals übrigens ein Teil des britischen Empire.

Historisch überholt

Ach, es passt doch wieder so schön: Beweist nicht die Zeile „Deutschland, Deutschland über alles“ so wunderbar unwiderlegbar die bis heute bestehende deutsche Großmannssucht? Da muss sich kein Brite mit Detailkenntnissen aufhalten – etwa damit, dass der Text zur Zeit des in rund 40 Einzelstaaten zerfallenden Deutschen Bundes entstand. Oder damit, dass der weitere Verlauf der ersten Strophe („Von der Maas bis an die Memel/Von der Etsch bis an den Belt“) deutlich nicht dem Gebiet der Bundesrepublik entspricht und darum kaum für deren Nationalhymne taugt. Historisch überholt, sozusagen.

Liebe Briten, wir singen übrigens auch nicht mehr „Gott erhalte Franz den Kaiser“ – das waren die Zeilen des Wieners Lorenz Leopold Haschka, die zuerst nach der Melodie des Kaiserquartetts von Joseph Haydn gesungen wurden, bevor die hübsche Melodie vom Streichquartett zum Blechbläserstück und damit zur deutschen Nationalhymne mutierte. Gemeint war damals, 1797, Franz II, der letzte Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation.


(Quelle:Focus online)

Kommentare

Noch keine Kommentare!
Kommentieren


Nur für registrierte User.

2006-03-22 17:07