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Sunday, 20. October 2019
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2019-08-29 21:00
Donnerstag .. Donner

Ja, wer kennt sie nicht, diese Geschichten vom kleinen Sams :D
Wir waren in der Grundschule in einer Theateraufführung. Daran kann ich mich noch erinnern.

Montags Herr Mohn, Dienstags Dienst, Mittwoch Mitte der Woche, Donnerstags Donner, Freitag frei (schön wärs!!) etc ..

Heute passte das dann. Pünktlich als ich zur Arbeit fuhr kam ein Gewitter, das sich gewaschen hatte. Platzregen, Sturzbäche die vom Himmel kamen und ein Grollen und Blitzen und Donnern vom Feinsten. Auf der Autobahn bin ich dann auch mit gut 70 Sachen durch einen Mega Bach gefahren, Aquaplaning vom feinsten, ich habe nichts mehr gesehen, nur noch das Lenkrad festgeklammert und gehofft das ich in der Spur bleibe. Blieb ich auch. Alles gut gegangen. Wer jetzt fragt, wer bei solchem Wetter auf der Autobahn 70 fährt, da muss ich zu sagen, das es da schon fast gar nicht mehr regnete, zudem war die Fahrbahn nass und man sah diese Pfütze einfach nicht.

Ja, Arbeit dann. Gestern hatte ich ja Spätschicht, war das erste Mal im neuen Parkhaus. Die müssen auch gedacht haben ich sei geisteskrank. Da ich die Ausfahrt nicht fand (ich stand auf dem Frauenparkplatz) bin ich dann kurzerhand im Gegenverkehr die Rampe hoch. Gut das keiner kam. Peinlich. Aber ok, jetzt weiß ich das und kann entsprechend fahren. War nicht mein Tag gestern.

Ja, gestern dann Tag 1 nach der Verkündung. Wir warteten das unser Niederlassungsleiter mal runter kommt wie am Vrtag angekündigt. Geschah natürlich nicht. Während im Contact Center Meetings gehalten wurden mit Teamleiter und Abteilungsleiterin (ich kenne sie ja auch und schätze sie wirklich sehr) hat man dort die Mitarbeiter emotional abgeholt und beruhigt. Man hatte keine weiteren Infos, aber man wollte sich einfach mal zusammensetzen und austauschen. Das hat da allen gut getan. Bei uns, Fehlanzeige. Als das dann untereinander bekritelt wurde mischte sich mein ach so toller Vorgesetzter ein. Ihm ginge das gejammere auf die Nerven. Wenn alles so scheiße sei hier solle man gehen .. Er hatte sich dann mit Annika noch ziemlich in den Locken und ist dann wütend irgendwann zu unserer Abteilungsleiterin. Ganz ehrlich, ich weiß nicht was ich von jemandem erwarten soll, der montags noch im Meeting sagte, er hoffe die Wehen bei seiner Frauen gingen bald los weil er dann erstmal 4 Wochen nicht da sei (Elternzeit). Null Empathie. Das aus unserem Team nicht wirklich viele vorhaben da mit nach Ratingen zu gehen scheint ihn nicht zu interessieren. Das da Schicksale dran hängen ebenfalls nicht. Jede Straßenlaterne ist da kompetenter. Was erwartet er da eigentlich von uns?! Das wir von jetzt auf gleich zum Tagesgeschäft übergehen? Wir haben auch 3 Kolleginnen die noch befristet sind. Es sollen 50 FTE abgebaut werden und es wird eine Abteilung in Essen geschlossen, auch diese Mitarbeiter müssen dann untergebracht werden. Intern versteht sich. Die ersten Krankmeldungen kamen auch schon, von einer Kollegin, die gestern im Büro Bewerbungen druckte. Dreist .. Aber gut, ich kann es ausnahmsweise mal verstehen. Nur würde ich mir die Angriffsfläche nicht geben lassen.

Die Stimmung ist, naja, merkwürdig. So richtig realisiert hat das kaum einer. Bzw. nur so halb. So wie wir da sitzen, unsere kleine Runde, die wird es bald nicht mehr geben. Egal ob das ein paar Monate oder noch 2 Jahre dauert, wir wissen das. Und das macht mich traurig. Wir versuchen das jetzt noch zu genießen. Mal schauen ob es klappt. Komisches Gefühl. Ich schaffe derzeit auch nicht das was ich sonst schaffe. Ist kein Wunder. Man redet viel und spekuliert. Man diskutiert und tauscht sich aus. Andererseits ist derzeit auch kaum Arbeit im System. Also Rückstände habe ich trotzdem kaum. Und das trotz 3 Wochen Urlaubsabswesenheit.

Ich habe für mich überlegt, und das resultiert auch aus den Gesprächen. Ich bewerbe mich, aber piano. Ich werde keinen Job annehmen wo ich mich schlechter stelle oder von dem ich nicht überzeugt bin. Bin da auch offen, es muss kein Inkasso sein. Hinzu kommt, das der Bankensektor, Forderungsmanagement etc. nun überschwemmt wird, weil auch die Postbank 1.300 Stellen abbaut in Essen. Das spricht sich auch in den Firmen rum, da werden dann die Gehälter wieder gedrückt. Mir wäre auch eine Stelle näher am Wohnort lieber. Leider gibt es hier keine großen Firmen. Und ich möchte in keine kleine Klitsche rein. Da hat man oft diese Stutenbissigkeit, Zickenterror und man kommt nur schwer ins Team weil alle anderen bereits eingespielt sind. Mal schauen. Schaffe ich das nicht rechtzeitig werde ich auch nach Ratingen fahren. Als Übergangslösung. Aber so habe ich auch die Möglichkeit abzuwarten was nun wirklich passiert. Irgendwie ist das alles komisch, so wenig durchdacht und kaum geplant. Das kenne ich so nicht bei uns. Normalerweise wird man vor vollendete Tatsachen gestellt, es hagelt Fakten. Das war nicht so. Das klang so hingeklatscht und über den ZAun gebrochen. Wer weiß, vielleicht zielen die auch nur auf teure Kollegen ab und wenn zu viele zB aus MG abspringen heißt es, wir bleiben in Essen. Keiner weiß das. Daher, ich bin etwas gelassener, trotzdem traurig, weil da ist jetzt Bewegung drin. Die erste Kollegin hat bereits gekündigt, allerdings aus anderen Gründen, und geht in einen völlig anderen Bereich. Mal schauen ..

So, ich muss jetzt duschen und dann ab auf Couch, bin völligst hinüber.

Kommentare

02:59 30.08.2019
Geisterfahrt in der Parkhausrampe, puh Glück gehabt!
Und jobmäßig, keine Panik, Du findest schon etwas Gutes!
Good luck!
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21:51 29.08.2019
Doof mit den Zuständen bei der Firma... Ohren steif halten!

Ich bin heute zwei Minuten vor der Wecker-Zeit vom Donner geweckt worden (5:43). Boah! Ich saß senkrecht!
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2019-08-29 21:00